Zum dritten Mal in Folge erreichen die Rutronik Stars Keltern ein Finale um die deutsche Meisterschaft. | Foto: Prüßner

Basketball der Frauen

Rutronik Stars Keltern stehen nach Sieg über Marburg im Finale

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Den Ostersonntag dürfen die Bundesliga-Basketballerinnen der Rutronik Stars Keltern wie auch ihre Fans als Feiertag begehen. Denn mit ihrem 66:59(31:30)-Sieg im zweiten Halbfinal-Play-off-Spiel gegen den BC Marburg haben die Grünen Sterne bereits am Mittwoch für den Einzug ins Finale um die DBBL-Meisterschaft gesorgt und sich das für Sonntag angesetzte dritte Spiel erspart.

Das erwartet harte Spiel zwischen Marburg und Keltern

„Es wird ein härteres Spiel als das erste“, hatten beide Cheftrainer für die Partie in Marburg prophezeit und Christian Hergenröther hatte dem Gegner „viel Steigerungspotenzial“ attestiert. Dieses zeigte der BC auch und bot dem amtierenden Meister im Vergleich zum Aufeinandertreffen in der Dietlinger Speiterlinghalle ordentlich Paroli.

Marburg mit dem besseren Start

Abschenken wollten die Marburgerinnen das Spiel nicht und legten gut los. In der temporeichen Anfangsphase lieferten sich die Teams einen engen Kampf. Die Enzkreis-Korbjägerinnen versuchten mit der Vollplatzpresse die Gegner zu Fehlern zu zwingen. Zunächst hatte jedoch der Basketballclub mit 9:4 knapp die Nase vorne. Keltern gab jedoch postwendend die richtige Antwort darauf und so sahen die Zuschauer in den letzten Minuten bis zum Ende ein hochintensives und enges Viertel. In letzter Sekunde schoss Tonisha Baker die Marburger dann knapp mit 19:17 in Front.

Hergenröther muss Auszeit für Keltern nehmen

Den besseren Start in die zweiten zehn Minuten hatten die Marburger, die ihre Angriffe konsequenter ausspielen konnten, während die Sterne schlecht trafen. So zog Hergenröther beim Stand von 26:19 nach drei Minuten die Auszeit, um seine Mannschaft ins Spiel zu bringen. Stark verteidigend übernahmen die Badener das Viertel. Konzentriert und aggressiv zwangen sie ihre Gastgeber zu Fehlern, welche die Hergenröther-Truppe aber nicht immer auszunutzen wusste. So ließen sie einige Punkte in der eher hektischen Schluss-Phase liegen. Der 31:30-Pausenstand spiegelte die erste intensive und umkämpfte Halbzeit gut wider.

Mit Remis ins Schlussviertel

Auch nach Wiederanpfiff ließen die Marburgerinnen Keltern zunächst nicht in ihren Rhythmus finden. Während die Hergenröther-Truppe Punkte liegen ließ, glich Marburg aus und es ging mit 48:48 ins Schlussviertel. Dieses war an Spannung kaum zu überbieten. Am Ende hielt sich Marburg zwar in Schlagdistanz, den Sieg und damit den Einzug ins Finale ließen sich die Sterne aber nicht mehr nehmen.

Hergenröther: „Hatten das glücklichere Händchen“

„Marburg hat versucht, uns viele Sachen wegzunehmen. Es war nicht das schönste Spiel für die Zuschauer, weil der Spielfluss weggegangen ist. Wir haben es über die Aggressivität und Intensität versucht, Marburg über wechselnde Verteidigung. Am Ende hatten wir das glücklichere Händchen“, freut sich Hergenröther auf das Finale gegen Herne.