Entscheidend schneller: Ernesto De Santis (rechts), der das zwischenzeitliche 4:0 erzielte, und die Nöttinger waren den Spielbergern, hier mit Kapitän Alexander Schoch, in allen Belangen überlegen. | Foto: Rubner

Fußball-Oberliga

Spielberg ein Spielball für den FC Nöttingen

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Der FC Nöttingen hat im ersten von zwei Derbys binnen weniger Tage seine Durststrecke von zuletzt fünf Partien ohne Sieg beendet. Der Fußball-Oberligist kam im Lokalduell mit dem SV Spielberg vor offiziell 506 Zuschauern in der Kleiner-Arena zu einem klaren 5:0(2:0)-Erfolg und schoss sich somit für das zweite Kräftemessen beim 1. CfR Pforzheim am Mittwoch (18 Uhr) schon einmal warm.

Nach Flutlichtausfall droht der Abbruch

Kurios: Die Partie stand einen Augenblick lang vor dem Abbruch. Nach 50 Minuten fiel ein Teil des Flutlichts aus, Schiedsrichterin Sonja Reßler schickte beide Teams in die Kabine. Erst nach etwas mehr als 20 Minuten ging es weiter.

FCN-Keeper Dups verhindert frühes Gegentor

Zuvor waren es die Gäste gewesen, die die erste Chance zur Führung hatten. Einen Schuss von Philipp Leimenstoll lenkte Nöttingens Keeper Andreas Dups aber gerade noch mit den Fingerspitzen um den Pfosten (2.). Beiden Mannschaften war ein wenig die Verunsicherung anzumerken. Die Gastgeber waren bis dato seit fünf Spielen ohne Sieg gewesen, der SVS seit 19. „Spielberg stand tief, wir haben aber trotzdem Räume gefunden“, sagte FCN-Trainer Michael Wittwer. Nach einem Pass von Mario Bilger, der hinten links eine klasse Partie ablieferte, traf Carmona Rodriguez zur Führung des Gastgebers (28.). Quasi mit dem Pausenpfiff schloss Riccardo Di Piazza eine Einzelaktion überlegen ab (45.). Manko zu diesem Zeitpunkt bereits: Nöttingen ließ einige Gelegenheiten liegen.

Der FC Nöttingen war uns in allen Belangen überlegen

Spielberg tat sich schwer im Spielaufbau, ließ mit anwachsendem Rückstand aber deutlich nach. Entsprechend bedient war denn auch Sebastian Weber. „Ich habe selten so ein Spiel gesehen, in dem der Gegner so verdient gewonnen hat. Der FC Nöttingen war uns in allen Belangen überlegen und der Sieg ist auch in dieser Höhe verdient.“

Partie mit Bilgers Tor zum 3:0 entschieden

Nach dem Wechsel schien es kurz, als seien die Spielberger am Drücker. Doch die Unterbrechung aufgrund des Ausfalls eines Flutlichts spielte anschließend eher den Nöttingern in die Karten. Erst recht, als Mario Bilger den Ball mit dem rechten Fuß zum 3:0 ins Tor schlenzte (57.). Es war die Entscheidung. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Moral der Gäste im Keller, ein Aufbäumen fand nicht mehr statt. Im Gegenteil: Spielbergs Keeper Valentin Heß bewahrte seine Mannen vor einem höheren Rückstand, der angesichts der nun drückenden Überlegenheit der Nöttinger verdient gewesen wäre. Nach einem Freistoß von Tolga Ulusoy, der von der Latte zurück ins Feld sprang, köpfte Eray Gür den Ball freistehend drüber (61.). Nur Sekunden später scheiterte Ernesto De Santis.

FCN-Coach Wittwer mit Vorstellung zufrieden

Sehenswert war dann der Chipball, mit dem Timo Brenner De Santis bediente. Dieser umkurvte Heß und schob zum 4:0 ein (72.). Den Deckel drauf machte Bilger mit seinem zweiten Treffer (80.). „Es war über 90 Minuten eine sehr gute Leistung, man hat gesehen, dass die Jungs Fußballspielen wollen“, sagte Wittwer, der sich beruhigt zurücklehnen und das Treiben verfolgen konnte. Das mache, sagte er weiter, auch für das Duell am Mittwoch in Pforzheim Mut.