Ball drüber, Deckel drauf: Nöttingens Carmona Rodriguez schließt einen Konter erfolgreich ab, sorgt mit seinem Lupfer zum 3:1 für die Entscheidung. Ilshofens Torhüter Karel Nowak und Maximilian Egner (rechts) kommen zu spät. | Foto: Rubner

Fußball-Oberliga

Strahlende Nöttinger nach Auftaktsieg

Anzeige

Nöttingens Torhüter Andreas Dups jonglierte nach dem Schlusspfiff lässig, gekonnt und trotz Getränkekiste in der einen, Trinkflasche in der anderen Hand, den Ball in Richtung Umkleide und strahlte. Aus gutem Grund. Durch den 3:1(2:1)-Heimsieg gegen Aufsteiger TSV Ilshofen verlief der Start des FCN ins neue Fußballjahr erfolgreich.

Trainer Wittwer froh über drei Punkte und das Ergebnis

„Nach sieben Wochen Vorbereitung, zumal auf Kunstrasen, ist es immer schwierig, in die Runde zu kommen. Aber wir sind mit dem Sieg nun besser in die Rückserie gestartet, als wir die Hinrunde begonnen hatten. Wir sind bei den Punkten im Plus“, freute sich Nöttingens Trainer Michael Wittwer nach umkämpften 92 Minuten in erster Linie über drei Zähler und das Ergebnis.

FCN-Gegner TSV Ilshofen der stärkste aller Oberliga-Aufsteiger

Dass es noch einiges zu verbessern gibt, musste dem Ex-Profi hinterher niemand erzählen. Die Gäste aus Schwäbisch Hall zeigten von Beginn an, warum sie der stärkste aller Oberliga-Aufsteiger sind und entsprechend auf Rang zehn der Tabelle geführt werden. Die Elf von Ralf Kettemann agierte aggressiv und körperbetont, äußerst laufintensiv und bewies trotz aller kämpferischer Komponenten immer wieder auch technisch-saubere und spielerische Klasse. „Ilshofen ist von seiner Spielweise her nicht einfach zu spielen, das mussten auch schon andere Teams erfahren“, erinnerte Wittwer.

Di Piazza nimmt bei seinem Freistoß genau Maß

Einige Zeit hing der Heimsieg, die Nöttinger sind nunmehr seit 13 Partien ungeschlagen, am seidenen Faden. Das hatten sich die Lila-Weißen selbst zuzuschreiben, vergaben sie doch gleich reihenweise beste Gelegenheiten. Einem Geniestreich verdankte der FCN seine Führung. Bei einem Freistoß stellte Ilshofen die Mauer fast wie bei den Daltons, allerdings stand der kleinste Akteur in der Mitte. Über jenen schoss Riccardo Di Piazza wie einst Lucky Luke und traf zum 1:0 (14.). Jimmy Marton, der ähnlich frisch und forsch wirbelte wie Youngster Valentyn Podolsky, setzte seinen blendenden Lauf aus den Vorbereitungsspielen mit dem 2:0 (21.) fort. Dass Ilshofens Baba Mbodji (37.) beim 2:1 derart blank am langen Pfosten einnicken konnte, wird neben der Chancenverwertung ein weiterer Punkt sein, den Wittwer diese Woche ansprechen dürfte. Zufrieden war er fürs Erste dennoch: „Von der Anzahl der Torchancen und der Leistung der Mannschaft her ist der Sieg in jedem Fall verdient.“

Nöttingens Keeper Dups im entscheidenden Moment hellwach

Dass die Partie, die gut und gern auch 5:2 oder höher hätte ausgehen können, vor Carmonas entscheidendem 3:1-Lupfer nach Konter (87.) nicht auf 2:2 gestellt wurde, hatten die Nöttinger in den letzten Minuten Keeper Dups zu verdanken. Er hatte sich sein Siegergrinsen also redlich verdient.