Wer wird 2020 Chef im Königsbacher Rathaus? Offiziell hat sich Amtsinhaber Heiko Genthner noch nicht erklärt, ob er wieder antritt, aber im BNN-Interview vom März 2016 klar gesagt, dass er wieder antreten will.
Wer wird 2020 Chef im Königsbacher Rathaus? Offiziell hat sich Amtsinhaber Heiko Genthner noch nicht erklärt, ob er wieder antritt, aber im BNN-Interview vom März 2016 klar gesagt, dass er wieder antreten will. | Foto: Roller

Spottek plant zweite Amtszeit

Tiefenbronn und Königsbach-Stein wählen 2020 ihre Bürgermeister

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Tiefenbronn und Königsbach-Stein sind die beiden Enzkreis-Gemeinden, in denen 2020 ein Bürgermeister gewählt wird. In Tiefenbronn am 8. März. Hier bewirbt sich Frank Spottek für eine zweite Amtszeit.

In Königsbach-Stein wird der Urnengang im Sommer sein. Den genauen Termin legt der Gemeinderat im Frühjahr fest. Amtsinhaber Heiko Genthner hält sich mit Aussagen noch bedeckt und will erst beim Neujahrsempfang am 12. Januar die Katze endgültig aus dem Sack lassen.

Wir haben in der Gemeinde Tiefenbronn eine neue Heimat gefunden.

Frank Spottek, Bürgermeister von Tiefenbronn

Frank Spottek zieht positive Bilanz.
Frank Spottek zieht positive Bilanz. | Foto: PK

Einen Schritt weiter ist Frank Spottek: Er hat wie berichtet bei einer Gemeinderatssitzung Ende September mitgeteilt, dass er sich 2020 erneut um das Amt bewerben wird. Der Rathauschef ist mit seiner Frau Edyta und seinen beiden Kindern Amelie und Leonie vor fünf Jahren nach Lehningen gezogen „und wir fühlen uns hier sehr wohl. Wir haben in der Gemeinde Tiefenbronn eine neue Heimat gefunden“, schickte der gebürtige Schwäbisch-Gmünder voraus.

Diese Fristen und Termine gelten in Tiefenbronn

Seine Amtszeit endet offiziell am 6. Mai. Gibt es am 8. März keine Sieger, wird zwei Wochen später erneut gewählt. Die Stelle des Bürgermeisters wurde am 13. Dezember im Staatsanzeiger Baden-Württemberg öffentlich ausgeschrieben. Das Ende der Bewerbungsfrist ist am 10. Februar, bei einer Neuwahl am 11. März. Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses ist Bürgermeister-Stellvertreter Stefan Kunle.

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Positive Bilanz nach erster Amtszeit

Bei der Wahl im März 2012 hat sich Spottek mit mehr als 78 Prozent der Stimmen auf Anhieb gegen fünf Kandidaten durchgesetzt. Am Ende seiner ersten Amtszeit zieht Spottek eine sehr positive Bilanz: „Ich habe in den letzten 7,5 Jahren in allen Bereichen der Gemeinde die verschiedensten Maßnahmen angestoßen und umgesetzt.“

Es sei umfangreich saniert und investiert worden. Die Beteiligung der Bürger habe für ihn im Mittelpunkt gestanden, so Spottek. Deshalb gab es bei vielen Maßnahmen intensive Gespräche mit der Bürgerschaft, dem Gemeinderat, unterschiedlichen Akteuren in allen Handlungsfeldern.

Viele Projekte dauern auch 2020 fort. „Wichtig sind mir hierbei die baulichen Themen in Bezug auf die Kindergärten und die Sanierung der Grundschule, im Hoch- und Tiefbau, der Breitbandversorgung, aber auch in der weiteren Entwicklung von Bauflächen im Innen- und Außenbereich“, sagt der 45-Jährige. Wichtig sei, die begonnen Maßnahmen zielgerichtet weiterzuführen – etwa der Gemeindeentwicklungsplan und insbesondere das Energie- und Klimaschutzkonzept mit nachhaltigen Verkehrs- und Mobilitätskonzepten.

Themen wie Seniorenarbeit und Wohnen

Außerdem der bedarfsgerechte Ausbau der Kinderbetreuung, der Neubau des Kindergartens in Tiefenbronn, die Sanierung der Grundschule, Ausweisung von Bauflächen, Kanal- Wasserleitungen und Straßensanierungen. Als zukünftiges und neues Thema ist Spottek wichtig: die Sanierung oder Neubau der Gemmingenhalle im Ortsteil Tiefenbronn, die Unterstützung der Angebote in der Seniorenarbeit und weitere Umsetzung neuer Wohn- und Betreuungsformen.

In Lehningen werden diese bereits als ambulant betreute Wohngruppen umgesetzt und die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum in der Gemeinde. Spottek und Genthner sitzen seit der Kommunalwahl Ende Mai 2019 im Kreistag – Spottek in der Fraktion der Freien Wähler, Genthner bei der CDU.

Wahl in Königsbach-Stein noch vor den Sommerferien

Heiko Genthner hält sich noch bedeckt.
Heiko Genthner hält sich noch bedeckt. | Foto: ufa

Die Wahl in Königsbach-Stein soll vor den Sommerferien stattfinden. Der Gemeinderat befasst sich im Februar oder März mit dem Thema. Den Neujahrsempfang hält der 55-jährige Genthner für den richtigen Rahmen und Zeitpunkt, um sich über eine mögliche Kandidatur zu äußern. Allerdings sagte Genthner im BNN-Interview im März 2016 auf die Frage, ob er für eine zweite Amtszeit kandidiert: „Ja, ich werde wieder antreten. Es ist eine tolle Aufgabe und deckt das gesamte kommunale Spektrum ab. Mit den Bürgern kann ich hier im engen Kontakt stehen.“

Nach siebeneinhalb Jahren im Amt zieht Genthner auf Anfrage eine positive Bilanz. Mit großer Beteiligung der Bürger konnte das Gemeindeentwicklungskonzept erarbeitet und in Stein das Sanierungskonzept erfolgreich abgeschlossen werden. Außerdem wurde die neue Kindertagesstätte Krebsbachwiesen eröffnet und für das energetische Konzept erhielt die Gemeinde sogar einen Sonderpreis.

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Neue Sporthalle als wichtige Aufgabe

Wegweisende Investitionen seien unter anderem die Sanierung der Schulgebäude in Königsbach und Stein gewesen, der Umbau der vier Kindertagesstätten und der barrierefreie Umbau des Bahnhofs, Radwegbau und mehrere Straßensanierungen. Und das ohne Aufnahme von Krediten, betont Genthner. Als wichtige Projekte für die kommenden Jahre nennt der Rathauschef den Bau von barrierefreien Wohnungen in zentraler Lage, der Neubau eines Seniorenheims und einer Sporthalle Heynlinschule.

Das Architekten-Auswahlverfahren soll zu Beginn des neuen Jahres beginnen, so dass nach einer Bauzeit von 15 Monaten die Halle 2022 in Betrieb genommen werden könnte. Darüber hinaus seien weitere Maßnahmen im Hochwasserschutz dringend notwendig, so Genthner. „Das wird uns in den kommenden Jahren intensiv bechäftigen.“ Hier winken Landeszuschüsse in Höhe von 70 Prozent.