Die Vorspiele im Pianistenwettbewerb sind im Asamsaal des Ettlinger Schlosses, Eintritt ist frei. Dieses Jahr wird auf einem neuen Flügel gespielt. | Foto: Archiv Fabry

Pianistenwettbewerb Ettlingen

100 junge Talente an den Tasten

Der Andrang war noch nie so groß: Um eine Teilnahme am 16. internationalen  Pianistenwettbewerb  in Ettlingen haben sich   340 junge Talente aus 50 Nationen beworben; 100 von ihnen ließ die Jury zu. Sie treten in der Woche vom 4. bis 12. August zum Wettstreit an den Tasten an, wie immer in zwei Altersgruppen. Die Kategorie A  geht bis 15 Jahre, die Kategorie B bis 20 Jahre.

Neuer Flügel wird eingespielt

Derzeit sind die beiden ehemaligen Preisträgerinnen Gryta Tatoryte und Natalaia Zagalskaia dabei, den neuen Steinway-Flügel im Asamsaal einzuspielen, den die Stadt auch mit Blick auf den Wettbewerb angeschafft hat. Im schönsten Raum des Schlosses stellen sich die Wettbewerbsteilnehmer den Preisrichtern vor; diese Wertungsspiele sind öffentlich. Das Preisträgerkonzert ist am 12. August.

Jeder kann im Asamsaal zuhören

Jeder, der möchte, kann kommen und bei den Vorspielen einfach zuhören. Mit der Vorbereitung des musikalischen Ereignisses, das im Zwei-Jahres-Turnus Klavierbegabungen an die Alb holt, maßgeblich befasst ist Frank Reich. Der Organisationschef, sonst in Südostasien beruflich verpflichtet, ist nach Ettlingen zurückgekehrt, kümmert sich um Plakate, Programmheft, Einladungskarten, hilft bei der Quartiervermittlung und prüft Repertoire-Änderungswünsche von Wettbewerbsteilnehmern.

In China überbrachte Organisationschef Frank Reich persönlich die Einladungen für den Wettbewerb. | Foto: pr

Einladungen in Peking überbracht

In Peking und Xianmen hat Reich in den vergangenen Wochen via Zentralkonservatorium und Musikhochschule die Einladungsschreiben für den Wettbewerb überreicht, die Voraussetzung dafür sind, dass Visa für Deutschland ausgestellt werden. Reichs Partner ist das städtische Kulturamt, dessen Leiter Robert Determann über den Pianistenwettbewerb sagt: „Er ist das internationalste Produkt, das wir in unserer Stadt haben.“

Junge Künstler beleben die Stadt

Die jungen Künstler und ihre Angehörigen beleben die Gastronomie und lassen im Einzelhandel Geld – das Ganze zu Beginn der Sommerferien, wenn in der Stadt eher „tote Hose“ herrscht. Rund 60 Prozent wohnen im Hotel, 40 Prozent ziehen eine private Unterkunft vor. „Wir haben viele treue Quartiergeber “, sagt Frank Reich, der davon spricht, dass Stand jetzt alle junge Tastenvirtuosen untergebracht sind.

Jury logiert im „Erbprinz“

Die Jury mit Robert Benz an der Spitze logiert traditionell im „Erbprinz“; sie setzt sich aus Musikexperten von Deutschland bis Kanada zusammen. Kaum vorstellbar wäre der Wettbewerb ohne das Engagement der Sparkasse als Hauptsponsor. Sie ist wieder mit 100 000 Euro dabei, 56 000 Euro kommen von der Stadt. Eine Garantie zur Förderung seitens des Kreditinstituts gibt es zunächst einmal bis 2020.