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Angriff in Asylunterkunft

18-jähriger Afghane nach Messerattacke in Malsch in Haft

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Nach einem Messerangriff auf einen 31 Jahre alten Landsmann am späten Freitagabend in einer Unterkunft für Asylbewerber in Malsch ist ein aus Afghanistan stammender 18-Jähriger wenig später festgenommen worden. Der bereits in der Vergangenheit wegen Körperverletzung auffällig gewesene Heranwachsende kam nach einem Antrag der Staatsanwaltschaft Karlsruhe wegen versuchten Totschlags sowie gefährlicher Körperverletzung am Samstag in Untersuchungshaft, erklären Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei.

Kontrahent in den Oberschenkel gestochen

Offenbar war es am Freitag, 15. Dezember, gegen 22.20 Uhr in einem Zimmer der Gemeinschaftsunterkunft aus noch unklaren Gründen unter mehreren Personen zum Streit gekommen. Dabei habe der 18-Jährige ein Küchenmesser ergriffen und seinem Kontrahenten in den Oberschenkel gestochen. Schließlich soll er dem 31-Jährigen das Messer noch an die Stirn geworfen haben. Der Mann erlitt laut Polizei stark blutende Wunden und musste von hinzugerufenen Rettungskräften in ein Krankenhaus eingeliefert werden. Aufgrund starken Blutverlustes bestand zwischenzeitlich Lebensgefahr. Die Hintergründe für den Messerangriff seien derzeit noch unklar. Weitere Ermittlungen laufen.