Banddurchschnitt vor de neuen Gebäude: Franz Masino, Patrick Kaltenbach (Vorstandsmitglied Agilent),Manfred Seitz, Landrat Christoph Schnaudigel und Spitzenturner Fabian Hambüchen (von links) | Foto: kdm

50 Millionen Euro investiert

Agilent bekennt sich zum Standort Waldbronn

Anzeige

Die Erweiterung von Agilent in Waldbronn ist fertig. Rekordverdächtige 50 Millionen Euro investierte  das Unternehmen mit Hauptsitz in Kalifornien. Agilent ist Globalplayer auf dem Gebiet der analytischen Labortechnik. In Waldbronn  beschäftigt man 900 Menschen  – Tendenz steigend.

Von Klaus Müller

Von „Träumen, die in Räume verwandelt wurden“ sprach Manfred Seitz, Deutschlandchef von Agilent Technologies. Und mit Blick auf das, was da am Standort Waldbronn entstand, lässt sich getrost von gewaltigen Träumen und daraus gewordenen Räumen sprechen. Bei der Eröffnung des Agilent Kunden- und Technologiezentrums, konnten sich zahlreiche Besucher  aus Politik, Wirtschaft und Forschung am Freitag  ein Bild davon machen.

Neues Kunden- und Technologiezentrum

Entstanden ist dort ein Bauwerk mit einer Länge von über 90 Metern, einer Breite von 60 Metern und einer Höhe von 28 Metern. Insgesamt investiert nach Seitz Auskunft das Unternehmen 50 Millionen Euro in das Gesamtpaket Kunden- und Technologiezentrum. Für Agilent Technologies sei es die größte Investition in der Firmengeschichte. Betriebsintern wird das Vorhaben als „Projekt 5“ bezeichnet, eben binnen 50 Jahre das nun fünfte Erweiterungsprojekt.

Größter Arbeitgeber im Ort

Etliche Jahre davon konnte nach eigenem Bekunden der Waldbronner Bürgermeister Franz Masino die Entwicklung  von Agilent  verfolgen. Und dass er froh über die Standortwahl ist, bedarf kaum der Erwähnung. Schließlich, erinnerte der Verwaltungschef, sei Agilent „mit Abstand“ nicht nur der größte Arbeitgeber (900 Mitarbeiter), sondern auch der größte (Gewerbe)Steuerzahler. Mehr noch: Der Name von Waldbronn werde durch Agilent in die Welt hinausgetragen.

Bau entstand binnen 19 Monaten

Die gute Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und dem Unternehmen hob Seitz hervor. In 19 Monaten entstand das imposante Gebäude. Für ihn soll es ein „Ort der offenen Kommunikation, des Gedanken- und Erfahrungsaustauschs“ werden – und auch ein Ort der dabei helfe, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern. Agilent-Messgeräte (für analytische Labore) kommen, vereinfacht ausgedrückt, überall dort zum Einsatz, wo es darum geht, vorhandene Produkte zu verbessern und neue zu entwickeln.

Fabian Hambüchen mit dabei

Von der Qualität des Neubaus, bei dem das Thema  natürliches Licht laut Wolfgang Eitel von Vollack ArchiTec eine wichtige Rolle spielt, überzeugten sich unter anderem Vertreter vom Stammsitz in Kalifornien, Wirtschaftsstaatssekretärin Katrin Schütz  und Reck-Olympiasieger Fabian Hambüchen, der  in einer Podiumsrunde über „better live“, über gesunde Ernährung, Wohlbefinden, Sport und Herausforderungen sprach.