Auf der A5 hat es am Mittwochmorgen zwischen dem Dreieck Karlsruhe und Ettlingen einen schweren Unfall mit einem Todesopfer gegeben. | Foto: Dieter Reichelt

Vier Lkw waren beteiligt

A5 nach tödlichem Lkw-Unfall bei Karlsruhe wieder frei

Anzeige

Nach einem schweren Lkw-Unfall am Mittwochmorgen mit einem Todesopfer auf der A5 bei Karlsruhe in Fahrtrichtung Süden sind alle drei Spuren wieder frei. Auch die Sperrung der Zufahrten auf die A5 sei aufgehoben. Die Bergungsarbeiten sind beendet.

Gegen 6.30 Uhr hatte nach Informationen der Polizei ein belgischer Sattelzugfahrer das Stauende zwischen dem Dreieck Karlsruhe und der Anschlussstelle Ettlingen auf Höhe Karlsruhe-Rüppurr in Fahrtrichtung Süden übersehen und dabei einen bereits stehenden 7,5-Tonner auf den davor stehenden Lastwagen geschoben. Dieser wiederum prallte auf einen davorstehenden Sattelzug. Nach Angaben der Polizei wurden zwei Personen in den Führerhäusern der Lastwagen eingeklemmt.

Ein Toter und zwei Verletzte

Der Fahrer des 7,5-Tonners wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen per Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus eingeliefert. Sein Beifahrer starb noch am Unfallort. Der Unfallverursacher wurde mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Ein weiterer Lastwagenfahrer blieb unverletzt.

Die Feuerwehr ist bei den Bergungsarbeiten im Einsatz. | Foto: Dieter Reichelt

Laut Sabine Doll, Sprecherin des Polizeipräsidiums Karlsruhe, handelt es sich zum wiederholten Mal um einen eher einfachen Unfall was das Zustandekommen angeht, der aber äußerst große Auswirkungen hat. Die Polizei stellte auf der A5 sowie auf der A8 mehr als 150 Verstöße gegen die Rettungsgasse fest.

Pendler müssen viel Geduld aufbringen

Im Berufsverkehr hat die Vollsperrung enorme Probleme bereitet. „Zeitweise hatten wir Stau auf acht Kilometern“, so Dolls Kollege Frank Otruba. Auch auf der Gegenfahrbahn bildete sich ein Stau wegen Gaffern.

Otruba spricht von einem gravierenden Ereignis, bei dem für die Autofahrer viel Geduld gefragt sei: „Das Beste ist, auf der Autobahn zu bleiben.“ Die Umleitungsstrecken über die B3 und die B36 seien nach kurzer Zeit hoffnungslos überfüllt gewesen. Hinzukämen viele 30er-Zonen und Ampeln in und um Karlsruhe und den umliegenden Gemeinden.

Insgesamt vier Lkw waren bei dem schweren Unfall beteiligt. | Foto: Dieter Reichelt

„Viel gewinnt man bei solch einem Verkehrskollaps dort nicht“, meint Otruba. Die Polizei beobachte jeden Morgen, wie es an der Baustelle ab Ettlingen in Richtung Süden mit Sperrung der Auf- und Abfahrt Karlsruhe-Süd zu Staus und Behinderungen komme.