Breite Schneisen für den neuen Autobahnzubringer zwischen Langensteinbach und der A8-Anschlussstelle Karlsbad werden derzeit geschaffen. | Foto: Weber

Ausbau der L623

A8-Zubringer: Kein Verkehrskollaps

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Der Baubeginn war wegen Problemen mit den Ampelschaltungen verspätet. Jetzt läuft alles glatt bei den Umleitungsstrecken für den Ausbau des Autobahnzubringers L623. Das Projekt liegt komplett im Zeitplan. Der befürchtete Verkehrskollaps auf den Umleitungsstrecken blieb weitgehend aus.

Von Gustl Weber

Die L623 ab Langensteinbach bis zur von Waldbronn in Richtung A8 verlaufenden L609 war bisher täglich mit rund 14.000 Fahrzeugen belastet. Die unfallträchtige 2,4 Kilometer lange Strecke wird von sechs auf acht Meter verbreitert. Dabei wird die Trasse teilweise verschoben. Die sehr kurvenreichen Abschnitte fallen weg. Die Kosten liegen bei 8,5 Millionen Euro. Zahlmeister ist das Land Baden-Württemberg. Fertig sein will man bis Ende 2019. Ein ehrgeiziges Ziel.

Befürchteter Verkehrskollaps blieb bisher aus

Bei den Bürgerinformationen stand die Problematik der Umleitungen im Blickpunkt. Klar war, dass es bei den rund 14.000 umzulenkenden Fahrzeugen zu Engpässen kommen muss. Die A8-Zufahrt aus Richtung Langensteinbach, mit dem starken Zufluss aus dem westlichen Enzkreis, erfolgt über Mutschelbach nach Stupferich zur A8. Der von der Autobahn kommende Verkehr wird über Reichenbach und Busenbach geführt.

Ampelschaltungen in Reichenbach nachjustiert

Primär belastet sind die Stuttgarter Straße und die Pforzheimer Straße in Reichenbach mit zusätzlichen Ampelregelungen. Außerdem die Ettlinger Straße als Ortsdurchfahrt von Busenbach. Bei den Ampelschaltungen wurde mehrmals nachjustiert, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Jetzt wird an der provisorischen Ampel an der Kreuzung Stuttgarter-/Pforzheimer Straße in Reichenbach durch vorübergehende Absenkung der Bordsteine noch kurzfristig Barrierefreiheit geschaffen.

Westumfahrung Pforzheim entlastet

„In Karlsbad ist die Verkehrssituation deutlich entspannter als befürchtet“, so Ordnungsamtsleiter Jürgen Augenstein. Dies kann Martin Rickersfeld, Leiter des Polizeipostens Albtal, bestätigen. Entlastend wirkt das vor Kurzem fertiggestellte erste Teilstück der Pforzheimer Westumfahrung. Es führt zwischen Dietlingen und Brötzingen unmittelbar zur A8. Das nutzen viele Bewohner des westlichen Enzkreises.