Plastiken von Karl Albiker, wie diese aus dem Jahr 1933, sind ab 15. März im Museum Ettlingen zu sehen. | Foto: Museum Ettlingen

Im Museum Ettlingen

Albiker und Hofer in gemeinsamer Schau

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Im Museum Ettlingen wird  am Mittwoch, 15. März, eine  Ausstellung mit Werken von Karl Albiker und Karl Hofer eröffnet.  Der Bildhauer und der Maler waren  Freunde. Albiker lebte in Ettlingen.

Beide heißen sie Karl mit Vornamen. Ihre Familien waren über Generationen freundschaftlich miteinander verbunden.  Beide hatten sie schon viel beachtete   Sonderausstellungen im  Museum Ettlingen. Die Rede ist von Karl Albiker und Karl Hofer.  Ab kommenden Mittwoch führt das Museum die bekannten Männer in einer so genannten Sammlungsausstellung zusammen. Die soll nach Auskunft von Museumsleiterin Daniela Maier „mindestens zwei Jahre“ in der Städtischen Galerie im Schloss  bleiben.

64 Werke sind  zu sehen

Zu sehen sind insgesamt 64 Werke der beiden Künstler: Skulpturen, Reliefs und Keramiken von Albiker und Ölgemälde von Karl Hofer. Laut Maier verfolgt die Sonderschau kein chronologisches Konzept, sondern konzentriert sich auf fünf Themen: Porträt, Tanz und Musik, Figur und Raum, Stillleben/Sitzende Akte sowie Landschaft/Figur in der Landschaft.

Spannender Dialog für die Besucher

Sowohl Albiker (1878-1961) als auch Hofer (1878-1955) beschäftigten sich mit diesen Schwerpunkten – aus materialspezifisch unterschiedlichen Perspektiven, die einander gegenüber gestellt werden. Daniela Maier spricht davon, dass die Besucher ein „spannender Dialog erwartet“. Albiker widmete das Ettlinger Museum zuletzt 2013 eine große Ausstellung, mit Karl Hofers Frauenbild befasste es sich 2008.

Ein Selbstporträt von Karl Hofer aus dem Jahr 1936. | Foto: Bentz

 

Freundschaft der beiden hielt ein  Leben lang

Die beiden Künstler lernten sich einst an der Großherzoglichen Kunstakademie in Karlsruhe kennen, lebten einige Jahre gleichzeitig in Rom. In Albikers Ettlinger Wohnhaus war Hofer wie andere kreative Köpfe ein gern gesehener Gast.Der enge Austausch beider ist in zahlreichen Briefen und Tagebucheintragungen dokumentiert. Er hielt trotz unterschiedlicher Arbeitssituationen und Erlebnisse auch während des Dritten Reiches an.

 

Vernissage ist  am 15. März, 18 Uhr, im Rittersaal des Ettlinger  Schlosses. Öffnungszeiten Mittwoch bis Sonntag 11 bis 18 Uhr, ab Mai 13 bis 18 Uhr. Audioguides sind gegen Gebühr erhältlich, Gruppenführungen können unter Telefon (0 72 43) 10 12 73 gebucht werden oder per E-Mail: museum@ettlingen.de