Geld für die Erweiterung des Saunagartens in der Waldbronn Albtherme überbringt Minister Guido Wolf (zweiter von links) an Bürgermeister Franz Masino. Mit dabei Barbara Saebel (links) und Christine Neumann. | Foto: jcw

Guido Wolf bringt Zuschuss

Albtherme in Waldbronn soll noch attraktiver werden

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„Der Bau des Saunagarten wird der letzte große Schlag der Entwicklung unserer Albtherme. Danach stoßen wir baulich an unserer Grenzen“, sagte Bürgermeister Franz Masino beim Besuch des baden-württembergischen Justiz-, Europa- und Tourismusministers Guido Wolf in dem Waldbronner Thermalbad. Wolf überbrachte am Mittwochabend symbolisch einen Förderbescheid in Höhe von knapp 300 000 Euro. Das Geld aus dem Tourismusinfrastrukturprogramm des Landes Baden-Württemberg soll die Gemeinde bei ihrem Vorhaben unterstützen, dass „die Albtherme zu einem echten Wellnesstempel mit großer touristischer Anziehungskraft wird.“ Bürgermeister Franz Masino hatte bei der Begrüßung seines Gastes, zudem sich die Abgeordneten Barbara Saebel (Grüne) und Christin Neumann (CDU) eingefunden hatten, die aktuelle Situation der Badeeinrichtung als erfolgreich beschrieben. Die Zahl der Besucher sei weiter steigen – 2016 waren es 215 000 – und im operativen Betrieb schreibe man eine „Schwarze Null“.
Vor Ort informierte sich Wolf über die geplanten Vorhaben in Anwesenheit von vielen Waldbronner Gemeinderäten sowie Präsident Fritz Link und Geschäftsführer Arne Mellert vom Heilbäderverband Baden-Württemberg. So sollen im Außenbereich der Therme unter anderem neue Liegeflächen entstehen und durchgängige Barrierefreiheit hergestellt werden.

Saunagarten in der Albtherme wird erweitert

Für den Außensaunabereich sind zwei moderne Saunakabinen mit weiteren Wellnesseinrichtungen vorgesehen. Wolf betonte, dass die jetzt für Waldbronn ergangene Zuwendung nur aufgrund der Zustimmung des Landtags von Baden-Württemberg, der im laufenden Etat den Fördertopf für Tourismusinfrastruktur von fünf auf sieben Millionen Euro erhöht habe, möglich gewesen sei. Es sei richtig, dass das Land den Kommunen bei den Investitionen mithelfe. Letztlich seien dadurch erst für den Bürger und Steuerzahler leistbare Eintrittskarten für solche Badeeinrichtungen möglich.

Wolf lobt Waldbronns Beitrag für Tourismus

 

Wolf hob die Bedeutung des Tourismus für das Bäderland Baden-Württemberg hervor: Viele Betriebe und Beschäftigte hätten im abgelaufenen Jahr bemerkenswert gute Arbeit geleistet. Es komme nicht von ungefähr, dass die Zahl der Ankünfte im Lande in den touristischen Betriebe 2016 gegenüber 2015 um 15,4 Prozent gestiegen seien. Und der Kurort Waldbronn habe mit seinem Zuwachs von 27,4 Prozent einen erheblichen Anteil an dem Erfolg. Europaminister Wolf setzte bei seinen Ausführungen noch eins drauf: Besonders profitiere Waldbronn von seinen ausländischen Gästen deren Zahl 2016 um 38 Prozent gestiegen sei. Franz Masino gab den Ball gleich weiter an die anwesenden Vertreter des Weinhauses Steppe und von Schwitzer’s Hotel im Park. Und dankte allen in der Tourismusbranche tätigen Menschen in Waldbronn für ihr Engagement, nicht zuletzt den Mitarbeiter der Albtherme. #

Masino: Albtal positioniert sich gut auf Tourismusmarkt

Masino meinte, dass die wachsenden Übernachtungszahlen Zeichen dafür seien, dass man sich im Albtal, das württembergische Herrenalb eingeschlossen, zusehend erfolgreicher am Markt positioniere.

Albtherme
Die Albtherme Waldbronn wurde 1976 eröffnet und ist seit 40 Jahren eine wichtige touristische Freizeit- und Gesundheitseinrichtung von überörtlicher Bedeutung. Die Modernisierung und Attraktivierung der Albtherme in einzelnen Bauabschnitten und verschiedenen Bereichen wird auf der Grundlage eines Entwicklungskonzeptes seit 2012 stufenweise umgesetzt. Hierzu wurden 2014 bereits Zuschüsse aus dem TIP (Tourismusinfrastrukturprogramm) in Höhe von 243 000 Euro und im Jahr 2016 in Höhe von 200 000 Euro gewährt. Insgesamt, so Franz Masino, investierte die Kommune in den vergangenen vier Jahren einen Betrag von rund sechs Millionen Euro in die Wellness-Einrichtung.