Raoul Reinert | Foto: Boris Laewens

Raoul Reinert zu neuem Dengler

Badener produziert ZDF-Politthriller

Mit der Sprengung eines friedlich in der Ägäis vor sich hindümpelnden Bootes beginnt am Montag, 14. Mai, 20.15 Uhr, der nächste Film des ZDF-Politthrillers Dengler. „Fremde Wasser“ ist mittlerweile der vierte Streifen, in dem der Stuttgarter Privatdetektiv Georg Dengler alias Ronald Zehrfeld auf Verbrecherjagd geht. Grundlage des Filmes, der sich mit „bombigen Intrigen“ um das kostbares Gut Wasser auseinandersetzt, ist eine Romanvorlage von Wolfgang Schorlau, der mit gut recherchierten Verschwörungstheorien, seit einiger Zeit ganz oben auf der Bestsellerliste steht.

Bombige Intrigen

Mit für den Hype um Schorlau verantwortlich sein dürfte Produzent Raoul Reinert, dessen Produktionsfirma Cuckoo Clock Entertainment, ansässig in Hamburg, für die filmische Umsetzung des Stoffes verantwortlich ist. Der gebürtiger Völkersbacher erhält aktuell in den einschlägigen Medien beste Kritiken für seine Arbeit.

Dengler: Krimi-Schmuckstück des ZDF

So titelt Blickpunkt Film: „Krimi-Schmuckstück des ZDF“ und schreibt weiter, „ein brillant ausgedachtes und exzellent verkörpertes Figurenkonglomerat“. Und die Fernsehzeitschrift TV Movie spricht vom „Tipp des Tages: Ausgefeilter Plot um ein hochaktuelles Thema. Wieder einmal ist es eine große Freude, Ronald Zehrfeld zuzusehen“. „Spielt ein packendes Szenario durch“, urteilt Hörzu. Und schließlich TV Hören und Sehen „Überzeugend. Die ZDF-Produktion wartet gegen Ende mit einer Wendung auf, die selbst erfahrene Krimigucker überraschen dürfte.“ Und auch die Stuttgarter Zeitung hält nicht mit Lob zurück: „ . ein Sog, ein Strudel, explosiv in jeder Hinsicht, präzise Dialoge, scharf gezeichnete Milieus, handfeste Action, perfektes Timing, eine der besten Marken des ZDF“.

„Fremde Wasser“ läuft am Montag, 14. Mai

Wenn am Montag „Fremde Wasser“ im ZDF läuft, ist Reinert schon in der Vorbereitung der nächsten Verfilmung von „Dengler“. Dieser Politthriller heißt „Brennende Kälte“. Dreh ist im September/Oktober. Dann geht es wie Reinert, der 1994 am Albertus-Magnus-Gymnasium in Ettlingen sein Abitur machte, erzählt, um das Thema Mikrowellenwaffen und Waffenexport. Gleiche Konstellation wie beim aktuellen Dengler: Drehbuch Lars Kraume, Regie Rick Ostermann mit Ronald Zehrfeld (Dengler ) und Hackerin Birgit Minichmayr (Olga). Es ist wiederum eine Auftragsproduktion für das ZDF. Die Ausstrahlung ist für das Frühjahr 2019 geplant.

„Babyblues“ ist der nächste Kino-Film

Reinert, der als Produzent auch den Kinofilm „Der große Traum“ mit Regisseur Sebastian Gröbler realisierte, hat aber derzeit nicht nur Politthriller in seinem Portfolio. Ein Projekt ist „Babyblues“, eine Kino-Tragikomödie, die er mit mit Sebastian Grobler umsetzen möchte. Eine turbulente Geschichte über vier kinderlose Frauen Anfang 30, die auf dem 15-jährigen Abitreffen von Müttern übertrumpft beschließen, auch alle Kinder zu kriegen. Aber es läuft alles anders als geplant und stellt sie, ihre Partner und ihre Freundschaft maximal auf die Probe. Der Kinostart dafür frühestens 2020.

Projekt mit Stefan Ruzowitzky

Bei anderen filmischen Vorhaben geht der Völkersbacher noch nicht so ins Detail. Er plant  in seiner cuckooclock.tv  Filmgesellschaft mit „Labyrinth“ einen weiteren Kino-Film, dann mit Oscarpreisträger Stefan Ruzowitzky („Die Fälscher“, „Anatomie“).
Bliebe noch die Frage, wann gibt es einmal einen Film von Raoul Reinert, der im hiesigen Raum spielt?

Lust auf eine badische Komödie

„Das sprachliche Bermudadreieck zwischen Karlsruhe, Heidelberg und Mannheim, das reizt mich schon. Wir Badener müssen mehr Komödien machen, die Bayern zeigen wie’s geht.“ Es gebe viele Filmideen, die zum SWR passten. Den Tatort produzieren sie ja leider inhouse. Dafür könne er allenfalls ein Drehbuch schreiben.