Auf der Wiese im Watthaldenpark Platz nehmen und der Musik zuhören. Das ist wieder angesagt am Sonntag, 18. Juni, beim 24. Watthalden Festival in Ettlingen. | Foto: Archiv tz

Eintritt frei in Ettlingen

Watthalden Festival: Von Pop bis Sinti Swing

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Es kostet keinen Eintritt und führt im nunmehr 24. Jahr Generationen zusammen, die gerne Musik hören: das Watthalden Festival. Im gleichnamigen Park, den so mancher Ettlinger als den schönsten in der Stadt wertet, findet es am Sonntag, 18. Juni wieder in der Zeit von 11 bis 22 Uhr statt. Neben Auftritten von Bands ganz unterschiedlicher Art und Ausrichtung gibt es ein Programm für Kinder, Infostände sozial engagierter Ettlinger Gruppen und Bewirtung. Für die Musik-Auswahl zeichnet Dennis Kleinbub in Absprache mit dem städtischen Kulturamt verantwortlich.

Jazzchor macht den Opener

Los geht  das Watthalden Festival  um 11 Uhr mit dem Jazzchor Ettlingen, der zum Opening bekannte Balladen, Swing-Klassiker und Latin-Stücke präsentieren wird. Die Leitung hat Wolfgang Klockewitz. Ihm zu verdanken ist, dass der Jazzchor mittlerweile einen Ruf weit über die Stadtgrenzen hinaus genießt. Um 12.30 Uhr servieren The Barley Boys auf der Bühne traditionelle irische Weisen – Reel-, Jig und Polka-Sets, filigran arrangiert. Die diversen Instrumentalstücke werden immer wieder mit ein paar Songs durchsetzt – die Mischung macht‘s also.

Musik  in orientalischer Tradition

Ali Jabor and friends treten um 14 Uhr beim Watthalden Festival auf. Jabos Musik ist von orientalischer Tradition geprägt; zahlreiche Eigenkompositionen sollen erklingen. Am Festivaltag begleiten ihn Rainer Granzin (Keyboard), Wolfgang Mayé (Bass) und Thomas Winkler (Schlagzeug). Auf 15.30 Uhr angekündigt hat sich die Marco Augusto Band mit Italo-Pop. Augusto ist als Sohn deutsch-italienischer Eltern in Mailand geboren und in Karlsruhe aufgewachsen. Seit ein paar Jahren widmet er sich ausschließlich der Musik, die sich sich zwischen einfühlsamen Balladen und Rock-Pop bewegt.

Zwischen Klezmer und Pop

Jiddische Lieder, teils aus der eigenen Feder, verspricht die Formation Fojgl, die um 17 Uhr auf der Bühne stehen wird. Zwischen Klezmer, Jazz, Pop und ein bisschen Punkt hat sie ihren ganz eigenen Weg gefunden. 90 Minuten später setzt dann Funk Kartell Akzente im Bereich Funk und Soul, bevor Romeo Franz & Ensemble mit Sinti-Swing das feurige Finale des Watthalden Festivals einläuten wollen.

Bis zu 5 000 Besucher erwartet

Kulturamtsleiter Robert Determann rechnet bei gutem Wetter mit 3 000 bis 5 000 Besuchern beim Watthalden Festival. Kinder sollen insoweit auch auf ihre Kosten kommen, als es ab 14 Uhr Angebote des Spielmobils vom Jugendzentrum Specht, außerdem vom Kunstverein ArtEttlingen gibt. Clown Tom Bolton hat sich mit „Action Comedy“ angesagt und um Bewirtung kümmert sich unter anderem der Verein Kaffeehäusle. Mit Infoständen vertreten sind amnesty international, der Arbeitskreis Asyl, der Verein Solidarität Ettlingen Fada N‘Gourma oder auch das Integrationsbüro.

Man kann Sympathiebuttons kaufen

Determann beziffert den Etat für das Watthalden Festival  auf 20 000 Euro. Er und sein Team freuen sich, „wenn von der Möglichkeit, Sympathie-Buttons für zwei Euro zu erwerben, reger Gebrauch gemacht wird“. Man erhält sie am Tag auf dem Gelände.