Gerodet wird derzeit das Gelände im Silberstreifen, auf dem ein Gebetshaus entstehen soll. | Foto: krk

Im Forchheimer Silberstreifen

Albanisch-Islamisches Zentrum baut Gebetshaus

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Von Ulrich Krawutschke

Ein Gebetshaus errichten will der Verein Albanisch-Islamisches Zentrum in Rheinstetten. „Wir haben die Baugenehmigung vorliegen und auch schon den Auftrag für den Rohbau erteilt“, sagt Vereinssprecher Muhamet Havolli aus Malsch. Der Verein Albanisch-Islamisches Zentrum will im Forchheimer Silberstreifen an der Herrenalber Straße – gegenüber der Maria Hilf-Kapelle – ein Vereinshaus mit Gebetshaus bauen. Bislang war der Verein in der Pfalzstraße in Mörsch ansässig. Eigentlich wollte er dort investieren, was aber wegen einer Veränderungssperre nicht möglich war. Gemeinderat und Verwaltung hatten sich daher bemüht, dem Verein ein geeignetes Grundstück zur Verfügung zu stellen. Sieben Möglichkeiten taten sich auf, schließlich wurde es das Gelände im Silberstreifen.

Platz für rund 40 Personen

Im November 2016 beschloss der Gemeinderat den Verkauf, im Dezember folgte der notarielle Kaufvertrag, unter anderem mit der Verpflichtung, innerhalb von zwei Jahren zu bauen und dabei auf Minarette zu verzichten. Eine Art Moschee, das betonte die Stadtverwaltung zuletzt, wie teils von Bürgern befürchtet wurde, werde es nicht geben. Das Gebetshaus soll etwa 180 Quadratmeter groß werden und rund 40 Personen Platz bieten. Derzeit wird vor Ort das zugewucherte Gelände gerodet und von Wurzeln befreit.

Baubeginn soll Ende Oktober sein

Von der Stadt wurden 18 Stellplätze festgeschrieben, Vermietung oder Verpachtung an Dritte bedürfe der Zustimmung der Stadt. Genehmigt wurde auch eine Hausmeisterwohnung im Gebetshaus. Die Stadt hat ein Rück- und Vorkaufsrecht. Muhamet Havolli geht davon aus, dass sobald die Vermessungspunkte gesetzt sind, Ende Oktober Baubeginn mit Grundsteinlegung sein kann.