Im Rosengarten beim Ettlinger Schloss ist während der Marktfesttage der Kunsthandwerkermarkt. | Foto: hei

Baustellen in Ettlingen

Beim Marktfest Ende August heißt es „zusammenrücken“

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Baustellen hin – Baustellen her, das Marktfest  2020 in der Ettlinger Altstadt Ende August   ist nicht gefährdet. Schon deshalb nicht, weil es das 40. überhaupt ist. Ausgerechnet zum runden Geburtstag mit einer Tradition zu brechen, kam für die Stadt nicht in Frage.

Stattdessen bastelten  Kulturamtsleiter Robert Determann und sein Team in Absprache mit den Marktfest-Vereinen an einem Konzept, wie sich das Spektakel am Wochenende 28. bis 30. August aufrecht erhalten lässt. Klar ist, nicht alle der teilnehmenden 33 Vereine aus der Kernstadt und den Stadtteilen können an angestammtem Platz ihre Zelte aufschlagen, ihre Kühl- und Bierwagen aufstellen. Dafür ist der zur Verfügung stehende Raum in der südlichen Altstadt in diesem Jahr zu klein.

Das Motto heißt „zusammenrücken“

Sowohl an der Martinskirche als auch am Neuen Markt haben Handwerker das Sagen, wahrscheinlich noch bei den Ratsstuben und sicher eingezäunt ist bis zum Termin das Sparkassengebäude, was zu Beeinträchtigungen in der Marktstraße und auf dem Marktplatz führen wird. Es heißt also zusammenrücken und einige Festbeschicker andernorts als bislang unterzubringen.

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Bei einer  Infoveranstaltung im Schloss erläuterte Determann den Vereinsvertretern, was die Stadt zum 40. Marktfest vorhat. Zunächst einmal sollen die Leopoldstraße und die Badener-Tor Straße trotz Einschränkungen in der Innenstadt kein Ausweichquartier werden. „Wie haben bewusst darauf verzichtet und nach Alternativen gesucht“, so Determann. Zum einen, weil es in besagten Straßen mit Ständen „sehr eng würde“, zum anderen, weil sich die Leopoldstraße sonntags als „Meile des Ehrenamts“ etabliert hat – ein bewährtes Angebot, „auf das wir nicht verzichten möchten“.

Kunsthandwerkermarkt zieht um

Die Stadt plant – und das ist die wohl größte Veränderung beim Marktfest 2020 – den Kunsthandwerkermarkt nicht auf dem Kurt-Müller-Graf-Platz stattfinden zu lassen, sondern im benachbarten Rosengarten.  Und natürlich in der Schlossgartenhalle. Dadurch können am Kurt-Müller-Graf-Platz Vereine zum Zug kommen, etwa der TSV Ettlingen und der TSV Schöllbronn, die sonst an der Martinskirche stehen. Der Stadtgarten soll Determann zufolge ebenfalls mehr ins Geschehen einbezogen werden. Dort werden Bürgerwehr und Harmonika Spielring Flagge zeigen.

Beliebte Kegelbahn fällt wohl flach

Ob der Keglerverein wie in der Vergangenheit seine bei Gästen beliebte Kegelbahn in der Bruchgasse aufbauen kann, ist eher fraglich, denn dafür wird der Platz wohl nicht reichen. Auf dem Hugo-Rimmelspacher-Platz hat das Kulturamt den Hundesportverein und den TSV Oberweier vorgemerkt, die Feuerwehr Spessart soll im Schlosshof ihren Stand bekommen. Sie war bislang genau wie der TSV Oberweier und der TTV Ettlingen auf dem nicht nutzbaren Neuen Markt präsent.

Partnerstädte bleiben auf der Meile im Schlosshof

Im Schlosshof ändert sich ansonsten nichts: Hier haben die sechs Ettlinger Partnerstädte wie gewohnt ihre Plattform. „Wir haben versucht, möglichst allen gerecht zu werden“ sagt Robert Determann. Die Reaktionen der Vereinsvertreter zeigten, dass das wohl weitgehend gelungen ist. Denn es gab kein Murren, sondern nur einige Nachfragen zu maximal möglichen Standgrößen und zu den Zufahrts- wie Rettungswegen.
An dem Marktfesttagen gibts auf drei großen Bühnen Musik, die das Kulturamt organisiert – am Rimmelspacher-Platz, im Schlosshof und auf dem Marktplatz. Im Stadtgarten kümmert sich die Bürgerwehr ums Musikalische und in der Kanalstraße der Albgaumusikzug.