Viel Betrieb herrschte schon bei der vorangegangenen Messe "Einstieg Beruf". An diesem Wochenende gab es einen Besucherrekord. | Foto: IHK

Messe Karlsruhe

Besucherrekord bei „Einstieg Beruf“

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Von Klaus Müller

 

Einen Rekordbesuch konnten die Verantwortlichen der IHK, der Handwerkskammer und der Bundesagentur für Arbeit bei der Ausbildungsmesse „Einstieg Beruf“ vermelden. 18 500 Besucher (2016: 17 000) wurden gezählt – so viele wie nie zuvor, berichtete Katy Klimesch von der IHK. Teilweise schoben sich die Messebesucher regelrecht durch die an sich schon große dm-Arena der Messe Karlsruhe in Rheinstetten.

BNN-Beilage als Wegweiser

Viele Eltern begleiteten ihre Kinder. Aber auch das fiel auf: Zahlreiche Jugendliche waren alleine unterwegs und sammelten eifrig Infos, genauso wie junge Asylbewerber, die sich klassenweise (Vorbereitungsklassen) auf der Messe einfanden. Sehr gut genutzt, als eine Art Einstieg in die Ausbildungsmesse, wurden laut Christina Gacenbiler von der Handwerkskammer die Info-Stände im Messefoyer. Flyer und die BNN-Sonderbeilage erwiesen sich als gute „Wegweiser“ durch die Angebotsvielfalt der über 300 Aussteller. Viel zu tun hatten nach Auskunft von Norbert Scharer auch die ehrenamtlichen „Lehrstellenwerber“ der IHK. Keine Frage, so nicht nur Ute Müller-Kollmar, Berufsberaterin bei der Bundesagentur, „es läuft hier richtig gut“.

Zehn Prozent mehr Aussteller

Eine ähnlich gute Stimmung herrschte an den meisten Ausstellerständen. Die Bedeutung der „Einstieg Beruf“ für Betriebe und Schulen zeigte sich schon darin, dass im Vergleich zum bisherigen Rekordjahr 2016 diesmal zehn Prozent mehr Aussteller kamen.

Besucherstimmen

„Doch, das ist ganz gut hier. Was Spezielles suche ich nicht. Ich möchte mir einen Überblick verschaffen.“

Maximilian (16, Gymnasiast), der viel Info-Material gesammelt hat.

„Das mit dem Landschaftsgärtner interessiert mich. Einen handwerklichen Beruf kann ich mir schon vorstellen.“

Anne-Kathrin (15, Realschule), die eine Pflanze am Landschaftsgärtner-Stand geschenkt bekam.

„Ich habe gerade das Angebot von der Polizei abfotografiert. Für den Beruf könnte ich mich echt interessieren.“

Darina (15, Realschule) an der „Job-Wall“.

„Mich interessieren die Angebote mit den Praktika. Vergangenes Jahr hab’ ich schon mal eins gemacht. Ich könnte mir einen Beruf in der IT-Branche vorstellen. Danach suche ich auch gezielt.“

Manuel (17, Gymnasiast), ebenfalls an der „Job-Wall“.

„Das erschlägt einen hier schon ein bisschen. Da ist richtig viel los. Man muss Geduld haben, aber wenn man dran ist, bekommt man viel Infos. Ich interessiere mich für ein Duales Studium – vielleicht irgendwas mit Chemie.“

Nina (17, Gymnasiastin) bei der Firma Schwabe.

„Ich kann mir einen medizinischen Beruf vorstellen. Deswegen habe ich mir auch Info-Stände von Krankenhäusern ausgesucht. Aber hier ist echt viel los – manchmal ein bisschen zu viel.“

Hanna (17, Gymnasiastin), nach einer Stunde auf der Messe.

„Irgendwas im Verkauf würde mir gefallen. Vielleicht Einzelhandelskaufmann. Gut finde ich hier, dass man wirklich viel Informationen bekommt. Ein paar Adressen habe ich auch.“

Simon (14, Realschule), dem der „Kaufland-Stand“ gut gefiel.

„Ich wollte eigentlich zur Polizei. Das scheint aber nicht zu gehen. Am Stand hat man mir gesagt, dass ich um zwei Zentimeter zu klein bin. Das gleiche Problem könnte ich auch bei der Bundeswehr bekommen. Das frustet echt. Aber ich suche weiter.“

Zenash (17, Gymnasiastin), die aus Äthiopien stammt.

„Eine Ausbildung im Büro wäre was für mich. Ein paar Sachen habe ich mir schon angeschaut. Gut finde ich, dass die Leute sich Zeit für einem nehmen.“

Tabea (15, Realschule), die sich gut informiert fühlt.

„Ich habe mir einen genauen Plan gemacht, wo ich vorbeigehen will. Mich interessieren Berufe, die was mit Autos zu tun haben. Ich habe schon zwei Adressen, wo ich vorbeischauen soll.“

Tobias (15, Realschule), Auto-Fan.