Mit Waschbrett, Banjo und Mandoline seit Jahren gut im Geschäft: Die Bluegrass-Band Dapper Dan Men.
Mit Waschbrett, Banjo und Mandoline seit Jahren gut im Geschäft: Die Bluegrass-Band Dapper Dan Men. | Foto: tz

Dapper Dan Men mit neuer CD

Bluegrass-Band ist Ettlingen treu geblieben

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Dapper Dan Men, eine Bluegrass-Band mit Verbindungen nach Ettlingen, hat die fünfte CD fertiggestellt. Sie trägt den Titel „Just A Step Away“ und wird bei zwei Konzerten in der Region präsentiert.

Sie proben immer noch in Ettlingen, spielen auch nach zwölf Jahren immer noch Bluegrass und sie haben ihre „stilechten“ Künstlernamen beibehalten. Die Dapper Dan Men haben gerade ihr fünftes Album „Just A Step Away“ veröffentlicht. „Das Komische ist, wir haben privat eigentlich nichts miteinander zu tun“, sagt der Mann, der sich den Künstlernamen Hunter Hank Hambone zugelegt hat. Er schreibt Songs , spielt Banjo, Mandoline, Dobro und Harp.

Waschbrettspielerin heißt Queen Mary

Violinist Sir Vernon T. Waldrip meint, ihre unverbrüchliche musikalische Freundschaft läge daran, dass man sich zusammen musikalisch entwickelt habe. Er selbst kommt von Jazz und liebt deshalb die Freiheit, die die Dapper Dan Men bieten. Die beiden und ihre Mitstreiter – Sängerin und Waschbrettspielerin Queen Mary K. Hogwallop, Gitarrist und Sänger Master T. Stan McGorman und Kontrabassist Reverend George Del Mar – haben ein Album vorgelegt, das von diesen Freiheiten Zeugnis ablegt.

Bier, Schweiß und Tränen

Im Band-Info steht der schöne Satz – der auch für die neue CD gilt: „Bald wurde uns klar, worum es geht: Authentizität und Vielfalt, Bier, Schweiß und Tränen, Sehnsucht, Spaß und Herzlichkeit, Weltschmerz und Übermut.“ „Mein Hund hat eine Hundeprüfung gemacht, und da habe ich den ‚Monsterland Rag’ geschrieben. Das gehört wohl unter die Abteilung Übermut“, schmunzelt der Mann, den sie Hambone nennen. Bier? „Das war mal, aber nicht bei dieser CD. Früher sind wir immer in ein Holzhaus gefahren und haben ziemlich viel getrunken.“

Dicke Schneeflocken als Inspiration

Manchmal reichen als Inspiration für den Komponisten von Dapper Dan Men auch dicke Schneeflocken vorm Fenster, während er sich zuhause die Füße wärmt. So entstand schon mit „Snowflake“ ein perlendes, vom Banjo getriebenes Stück: „Das habe ich für mich gemacht und arrangiert. Die anderen fanden es fantastisch“. „Just A Step Away“ setzt die Entwicklung der Band konsequent fort. „Wir haben uns entfernt von den Traditionals und auch von der engen Gemeinde der Bluegrasser weg. Es gibt ja Puristen, die schon individuelle Kleidung ablehnen, wie einen Cowboyhut. Für die ist Bluegrass eine reine Musik, die nur vor einem Mikrofon gespielt wird.“

Wir wollen Geschichten erzählen

Die neue CD sollte ursprünglich komplett auf eigene Songs setzen, „aber wir haben auch Fans aus dem Traditionalisten-Lager. Die einzige wirkliche Tradition, der wir uns unterwerfen: Wir wollen Geschichten erzählen.“ Zum Spaß am selbst geschriebenen Material und der ganz eigenen Interpretation von Fremdmaterial kommt bei Live-Auftritten die unbändige Lust an der Improvisation. Beides zusammen trägt Früchte: „Wir kriegen jedes Publikum. Wir haben sogar vor Punkern gespielt, und die fanden es gut.“

Thomas Zimmer

Dapper Dan Men am Freitag, 26. Oktober, um 20 Uhr im Jubez, Karlsruhe und am Samstag, 17 . November, um 20 Uhr im Kurhaus Bad Herrenalb.