Eine kühle Oase ist der Brunnen im Karlsbad-Mutschelbach. Hier fließt das Wasser ab Mai.
Eine kühle Oase ist der Brunnen im Karlsbad-Mutschelbach. Hier fließt das Wasser ab Mai. | Foto: Gemeinde Karlsbad

Keine Änderung wegen Corona

Brunnen in Ettlingen und Karlsbad plätschern bald wieder

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Sie sind gut für das Stadtklima und laden an sonnigen Tagen zum Verweilen ein. Auch wenn Letzteres in Corona-Zeiten zumindest nur beschränkt möglich ist, nehmen die 55 Brunnen im Ettlinger Stadtgebiet ab kommender Woche wieder ihren Betrieb auf. Der Narrenbrunnen ist derzeit abgesperrt, damit sich keine Menschenansammlungen bilden.

Anders als beispielsweise in Karlsruhe, wo die Brunnenbecken wegen Corona zunächst trocken bleiben, werde das Wasser in Ettlingen wie gewohnt angestellt, sagt Stadtbauamtsleiter Uwe Metzen. „Ich habe bisher keine Weisung vom Corona-Krisenstab der Stadt, wonach die Inbetriebnahme nicht möglich ist.“

Am Osterwochenende habe man lediglich den Narrenbrunnen am Eiscafé Tiziano abgesperrt, um zu vermeiden, dass dort Menschenansammlungen entstehen. „Wir wollten nicht, dass die Leute sich ein Eis holen und dann auf den Bänken niederlassen.“

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Karlsbad startet im Mai in die Saison

Auch in Karlsbad laufen die Vorbereitungen für den Start der Brunnensaison. Anfang Mai sollen die acht Dorfbrunnen laut Pressemitteilung der Gemeinde wieder in Betrieb gehen. Bereits seit Palmsonntag läuft der Brunnen an der Ittersbacher Dorfkirche. Er wurde von der evangelischen Kirchengemeinde mit einer Osterkrone geschmückt. Die Brunnensaison läuft bis in den Oktober hinein.

Von einem Zaun umgeben ist derzeit der Narrenbrunnen am Ettlinger Schloss. Dort sollen Menschenansammlungen vermieden werden.
Von einem Zaun umgeben ist derzeit der Narrenbrunnen am Ettlinger Schloss. Dort sollen Menschenansammlungen vermieden werden. | Foto: Julia Trauden

Seen in Rheinstetten ziehen Menschenmengen eher an

In anderen Kommunen sieht man ebenfalls keine Notwendigkeit, den Start der Brunnensaison wegen Corona zu verschieben. „Wir haben nicht solche Brunnen, die etwa mit Wasserspielen Kinder zum Spielen einladen“, sagt der Rheinstettener Leiter des Bauamts, Bürgermeister Michael Heuser. Nur eine knappe Handvoll Brunnen gebe es im Stadtgebiet, dort werde das Wasser voraussichtlich Ende April angestellt.

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Ein größeres Augenmerk muss die Stadtverwaltung auf die beiden Seen auf ihrer Gemarkung legen: Um Menschenansammlungen am Ferma- und am Epplesee zu vermeiden, gilt dort seit Ende März ein Verweilverbot. In Malsch werden die sechs öffentlichen Brunnen der Gemeinde im Lauf der kommenden Woche in Betrieb gehen.