Ein Benefizkonzert - Tribute to Tina Turner- gibt es für die Ettlinger Bürgerstiftung am 21. Oktober 2017. | Foto: pr/Kulturamt

Geld aus 2016 geht ans Hospiz

Bürgerstiftung Ettlingen stellt sich neu auf

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Die Bürgerstiftung Ettlingen  hat sich zum Jahresende 2016 neu aufgestellt. Neben dem Vorstand und der Stifterversammlung hat sie jetzt auch einen Stiftungsrat, der als Art Aufsichtsrat fungiert. Er wählt den Stiftungsvorstand auf drei Jahre, seine Mitglieder werden immer auf vier Jahre berufen. Aufsichtratsvorsitzender ist Volksbankchef  Wolfram Trinks. Weiter engagieren sich Johannes Arnold, Patrick Ertel, Jürgen Deckers und Rudolf Döring.

Gütesiegel des Bundesverbandes   angestrebt

Der Stiftungsvorsitzende Josef Offele  sagte im Gespräch mit den BNN,  die  Ergänzung um einen Stiftungsrat  sei aus mehreren Gründen erforderlich.geworden Zum einen, weil die Stiftungsaufsicht, das Regierungspräsidium Karlsruhe, die bisherige Konstruktion unter Kontrollaspekten für unzureichend hielt, zum anderen um das Gütesiegel des Bundesverbandes des Bürgerstiftungen zu erhalten. „Das ist für uns ganz wichtig, weil wir es als Marketinginstrument einsetzen können“, so Offele.

Aufsichtsratsmitglied macht die Buchhaltung

Fortan ist für die Buchhaltung der Bürgerstiftung auch nicht mehr die Finanzverwaltung der Stadt Ettlingen zuständig, sondern eines der Aufsichtsratsmitglieder kümmert sich hier. Das operative Geschäft der Bürgerstiftung ist weiter Sache des Vorstandes, in dem neben Offele Dieter Keck, Kornelia Krumphaar-Geufke, Joachim Sander, Stephan Andretzky, Michael Zacherle sowie Jürgen Becker vertreten sind. Geschäftsstelle bleibt das städtische Kulturamt.

Kapitalstock bei 650 000 Euro

Dessen Leiter Robert Determann stellte gemeinsam mit Josef Offele auch die Bilanz 2016 der Bürgerstiftung vor. Die Stiftung  konnte gut 14 000 Euro Zufluss  verbuchen und hat jetzt einen Kapitalstock von mehr als 1,31 Millionen Euro angesammelt. Allerdings sind in dieser stattlichen Summe gut 650 000 Euro inbegriffen, die auf die „Unterstiftung“ Kinderspielhaus Hans-Peter Kast entfallen. Das Geld kann anders als das der eigentlichen Bürgerstiftung verbraucht werden. Es gibt konkrete Überlegungen von Mäzen Kast und der Stadt Ettlingen, statt eines klassischen Kinderspielhauses eine größere Bewegungsfläche für junge Leute zu realisieren. Geprüft wird hier gerade die Standortfrage.

Weg vom „Gießkannenprinzip“

Determann zufolge förderte die Bürgerstiftung im Vorjahr unter anderem talentierte, aber nicht auf Rosen gebettete junge Musiker, indem sie deren Musikschulgebühren übernahm, ferner Projekte des Fördervereins der Gartenschule, einer Besoldungsstätte für geistig behinderte Kinder. Die finanziell größte Unterstützung geht an das Hospiz Arista, an das Ende Januar 30 000 Euro überreicht werden. Der Betrag ist Erlös aus dem erfolgreichen Benfizkonzert „Swede Sensation“ (13 000 Euro), aufgestockt um Mittel der Bürgerstiftung. Offele und Determann zufolge soll auch im laufenden Jahr eine Institution/Organisation besonders im Fokus der Bürgerstiftung stehen – welche, darüber wollen Stiftungsrat und Vorstand noch entscheiden. Damit will man weg vom „Gießkannenprinzip“.
Klar ist: Auch 2017 organisiert Siggi Masino vom Aktivteam der Bürgerstiftung wieder ein Benefizkonzert – am 21. Oktober heißt es „The Soul of Tina“.

Karten für den „Tribute to Tina Turner“-Abend in der Schlossgartenhalle gibt es ab sofort bei der Stadtinformation  im Schloss, Telefon (07 2 43) 10 13 80, Internet www.tickets.bnn.de