Muss das sein? Eine neue Initiative in Ettlingen wendet sich gegen Kunst und Kommerz an der innerstädtischen Alb. | Foto: jcw

Ettlinger gründet Initiative

Gegen „Steinmännchen“ in der Alb

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Eine Initiative zur Renaturierung der Alb im Zentrum von  Ettlingen hat sich jetzt gegründet. „In den vergangenen drei Jahren wurde der innerstädtische Teil der Alb von selbsternannten Künstlern, nicht ohne Eigeninteresse zur Werbung benutzt, ja missbraucht, konkret: denaturiert“, sagt Axel Hildinger, Bürger der Stadt Ettlingen.

Initiative heißt „renatur alb“

Hildinger will dem aus seiner Sicht „nicht hinzunehmenden Treiben“ nicht mehr länger zusehen und hat jetzt eine Initiative mit dem Namen „renatur alb“ ins Leben gerufen. Er ist der Auffassung, dass die vielen „Steinmännchen“, die aktuell im Fluss  zu sehen sind, das ökologische Gleichgewicht störe. Es wird hier scheinbar sanft, aber dennoch massiv in die Natur und Ökologie eines bisher in Ruhe gelassenen Gewässers eingegriffen, eines Markenzeichens von Ettlingen.

Gegen  „Erlebnisraum Alb“

Biologen bestätigen, dass in den Lebensraum von Wasservögeln, Fischen, darunter nicht nur Forellen, sondern ziemlich sicher auch der Bachneunaugen (rote Liste!) und den dazugehörigen Kleinlebewesen empfindlich gestört, ja zerstört wird.Die Initiative hält auch nichts davon, das Flüsschen  „als Erlebnisraum zu gestalten, als Spielraum für Kinder, für Flussbettwanderungen mit Seilen wie bei Klettersteigen oder einem Wassererlebnispfad“, wie dies sich eine Ettlinger kommunalpolitische Gruppierung vorstelle.

Kontakt: renatur@gmx.de