Lust auf Leben: Die schwer kranke Sophie (2) hat nun allen Grund zur Hoffnung. Sie bekommt Chemotherapie und bald auch eine Stammzellenspende. | Foto: privat

Stammzellenspender gefunden

Chance auf Leben: Frohe Botschaft für die todkranke Sophie (2)

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Und das kurz vor Weihnachten: Das Leben der an Blutkrebs erkrankten kleinen Sophie (2), kann wohl gerettet werden. Werner Löffler freut sich mit seiner Frau Isolde Finkeldey für die Enkelin und die Eltern, erklärte er im BNN-Gespräch. Wie berichtet, war für die in München wohnende Sophie Ende November eine auch mit vielen Plakaten beworbene Typisierungsaktion in der Albstadt organisiert worden. Mit überwältigendem Erfolg, der Zuspruch macht Löffler noch heute sprachlos. 400 potenzielle Stammzellenspender ließen sich am Marktplatz per Wangenabstrich als mögliche Lebensretter für Patienten wie Sophie registrieren.

BMW und FC Bayern nahmen Anteil

Das Schicksal des kleinen Mädchens mit dem großen Lebensmut hatte nicht nur in Ettlingen für große Hilfsbereitschaft gesorgt. In München engagierten sich die Bundesliga-Basketballer des FC Bayern sowie der Autobauer BMW, der etwa ein Benefizkonzert organisierte. Auch in Hamburg hat eine Aktion

Große Anteilnahme: Bei der Typisierungsaktion für Sophie im November ließen sich 400 Menschen auf dem Ettlinger Marktplatz als potenzielle Stammzellenspender registrieren. | Foto: Philipp Kungl

stattgefunden. Werner Löffler nutzte nun die Gelegenheit, allen hilfsbereiten Menschen Dank zu sagen. „Das war überwältigend.“ Die Familie spüre das große Mitgefühl. Sophies Urgroßmutter wohnt in Ettlingen-Ettlingenweier. Der Ettlinger Schwarzwaldverein etwa habe zuletzt, insbesondere bei der Weihnachtsfeier, 1.800 Euro gesammelt. In der Zeit nach der Ettlinger Typisierungsaktion seien immer wieder Menschen gekommen, um etwa 35 Euro zu bringen. So viel kostet die gemeinnützige DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) jede Typisierung.

Sophie geht es im Moment gut

„Sophie geht es im Moment gut“, berichtet Löffler. Doch müsse sie nun wieder sechs Tage zur kräftezehrenden Chemotherapie über eine Rückenmarkpunktion gegen die Leukämie. „Sie packt abends aber immer tapfer ihr Köfferchen.“ Mit Glück könne sie nach der Therapie am Weichnachtsabend zuhause sein. Am 21. Januar soll die Operation stattfinden. Über den bei DKMS erfassten Spender ist noch nichts bekannt. In den zwei Jahren nach der Stammzelltransplantation entscheidet sich, ob der Patient genesen wird – in dieser Zeit gilt die vorgeschriebene Anonymitätsfrist.