Foto: Stadt Rheinstetten

Neues Angebot des Krisenstabs

Coronavirus Tagebuch: Ettlinger Wirtschaftsförderung unterstützt Gastronomie

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Das Coronavirus Tagebuch rund um Ettlingen befasst sich in seiner achten Ausgabe unter anderem mit Angeboten des Ettlinger Krisenstabs für finanziell hilfsbedürftige Ettlinger Betriebe, der Spendenbereitschaft eines Ehepaars und dem Homeoffice-Angebot eines Hotels.

Der Ettlingen Krisenstab von OB Johannes Arnold kümmerte sich am Dienstag intensiv um die Frage der Unterstützung der örtlichen Händler, Gastronomen und Unternehmen. Es geht darum, die von Bund und Land angeschobenen finanziellen Hilfen für das Gewerbe möglichst schnell den Zuschussberechtigten zukommen zu lassen.

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„Gerne können sich Händler, Gastronomen und andere Gewerbetreibende an uns wenden“, sagt der Stadtverwaltungschef. Die Anliegen nehme telefonisch die Wirtschaftsförderung entgegen. Er hoffe, dass bevor sich Betriebe und Unternehmen meldeten, sie sich zuerst die Hinweise auf der Homepage der Stadt zum Themenbereich Handel unter www.ettlingen.de / Corona lesen. Dann stehe Anne Rieder von der Wirtschaftsförderung bereit, unter Telefon (0 72 43) 10 12 12.

Andachten der Johannespfarrei im Internet

„Das Verbot, Gottesdienste zu feiern, trifft uns im Mark unseres geistlichen Lebens. Wir haben auf unserer Homepage einige Formate entwickelt, die Sie in dieser Zeit begleiten sollen“, schreibt Andreas Heitmann-Kühlewein, Pfarrer der evangelischen Johannesgemeinde Ettlingen. Und weiter: „Wir wissen, das ist kein Ersatz für die persönliche Begegnung, das gemeinsame Beten und Singen und das „einfache“ Sehen und Hören von vertrauten Gesichtern und Stimmen sind weg.“ Unter dem Link www.johannespfarrei-ettlingen.de/themen/online-andachten/ findet man Andachten aus der Johanneskirche. In der  Rubrik „Was mir Mut macht“ werden Erfahrungen, Bilder und Gebete gesammelt, die den Blick auf das Stärkende richten.

Wir halten Regeln ein. Wir passen auf uns auf. Wir stoppen Corona.

Text auf Plakaten in Rheinstetten

Überall im Stadtbild von Rheinstetten sind sie jetzt zu sehen: Plakate mit eingängigen Botschaften in Sachen Corona-Virus. „Wir halten Regeln ein. Wir passen auf uns auf. Wir stoppen Corona“, so der Text, der die Menschen weiter sensibilisieren soll.

Motto: „Wir sind Rheinstetten“

Über allem steht das Motto „Wir sind Rheinstetten“ – denn gerade in Zeiten der Kontaktreduzierung zählt nicht der Egoismus Einzelner, sondern das gemeinschaftliche Verantwortungsbewusstsein und das Aufeinander-Acht-Geben. Sei es in der Schlange am Supermarkt, sei es beim Spaziergang, sei es auf dem Weg zur Arbeit. Rheinstetten soll als starke Gemeinschaft gut durch die schwierigen Zeiten kommen, so das Ziel der Aktion.

Wachsende Spendenbereitschaft von Älteren

„Aus Solidarität mit uns Alten, die finanziell abgesichert sind, müssen Restaurants und Friseursalons schließen. Sie haben deshalb große finanzielle Schwierigkeiten“, schreibt ein Ehepaar aus der Ettlinger Gottlob-Schneider-Straße. Das Ehepaar, das anonym bleiben will, rief jetzt bei „unseren Frisören“ und „unserem Stammrestaurant“ an. Sie baten um deren Bankverbindungen, und überwiesen Geld. „Wir wollten für die unmöglich gewordenen Termine dennoch bezahlen“, schreiben sie. Das sollten möglichst viele Rentner und Pensionäre, denen es finanziell gut gehe, machen. Tenor: Das gibt den Dienstleistern Hoffnung auf eine gute Zukunft und das Gefühl, nicht allein gelassen zu werden. Die Spendenbereitschaft des Ehepaars ist Zeichen der wachsenden Hilfsbereitschaft der Bevölkerung.

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Das Hotel Sonnenhof in Bad Herrenalb hat sich ebenfalls einen solidarischen Beitrag einfallen lassen: „Unser Haus steht leer, aber wir haben zehn Zimmer frei. Gegen eine freiwillige Nutzungsgebühr bieten wir ab sofort von 8 Uhr bis 18 Uhr ein Appartement mit Balkon und W-Lan als Homeoffice an.“ Erreichbar ist das Hotel telefonisch unter (0 70 83) 50 046 oder per E-Mail an sonnenhof.garni@web.de.

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