Auf das gemeinsame Lachen wollen sie auch in Corona-Zeiten nicht verzichten. Deshalb treffen sich die Mitglieder der Lachgruppe Ettlingen jetzt jeden Abend vor ihren Handy- und Computerbildschirmen.
Auf das gemeinsame Lachen wollen sie auch in Corona-Zeiten nicht verzichten. Deshalb treffen sich die Mitglieder der Lachgruppe Ettlingen jetzt jeden Abend vor ihren Handy- und Computerbildschirmen. | Foto: Screenshot: Spaeth

Online-Angebote nehmen zu

Coronavirus-Tagebuch: Lachyoga-Gruppe Ettlingen trifft sich in der Videokonferenz

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Wie verändert das Coronavirus das Leben der Menschen in Ettlingen und dem Umkreis? Darum geht es im Corona-Tagebuch der Ettlinger Redaktion. Diesmal: Die Lachgruppe Ettlingen trifft sich jetzt im Netz und der Verein Dorfkirchle in Malsch eröffnet ein digitales „Dorfcafé“.

Lachen ist gut für die Seele und stärkt das Immunsystem. Deshalb will die Lachgruppe Ettlingen auch in Corona-Zeiten nicht darauf verzichten. Statt persönlich treffen sie sich jetzt jeden Abend um 19 Uhr vor ihren Computer- und Handybildschirmen, um 40 Minuten lang richtig herzhaft miteinander zu lachen. Der Start sei ein bisschen holprig gewesen, berichtet Heike Spaeth, die Gründerin des Lachclubs: „Bis jeder zu hören und vollständig zu sehen war, nicht nur der Hals oder der Bauch, hat es etwas gedauert.“

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40 Minuten Lachen vor dem Bildschirm

Zehn Personen seien bei der ersten Online-Sitzung dabei gewesen. Mit „pantomimischen Übungen“, sagt Spaeth, habe man sich gegenseitig zum Lachen animiert. „Wir sind zum Beispiel alle gewatschelt wie die Pinguine.“ Zwischendurch habe sie Atemübungen eingeleitet, „zum Runterkommen“. Wer am Online-Lachyoga teilnehmen möchte, kann sich per E-Mail an heike.spaeth@mindsign.de wenden.

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Beerdigungen mit maximal zehn Personen

Beerdigungen in Zeiten von Corona: Wie läuft das? Zehn Menschen dürfen maximal am offenen Grab stehen. Dort sind, wie diese Woche auf dem Ettlinger Stadtfriedhof zu sehen, zunächst fünf ganz enge Familienmitglieder am Sarg des Verstorbenen versammelt.

Der Sarg liegt schon auf den Balke, ringsum Blumenschmuck, nicht so üppig wie sonst. Weihwasserbehälter oder die kleine Erdschaufel, mit der der biblische Satz „Erde zu Erde, Asche zu Asche und Staub zu Staube“ symbolisiert wird, sind verschwunden.

Verschwunden sind bald die dort beim Pfarrer oder Diakon stehenden vier Sarggräber. Sie haben zuvor den Sarg ins Grab abgelassen. Der Geistliche spricht ein kurzes Wort über das Leben der Toten oder des Toten, mittlerweile sind vielleicht noch maximal vier Enkel des oder der Verstorbenen hinzugekommen. Es dürfen halt nicht mehr als zehn Menschen sein. Nach zehn Minuten ist alles vorbei.

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Absolute Ruhe in der „RuheZeit“

Umräumen, putzen, Schubladen ausmisten. Noch ist im Kosmetik- und Wellness-Institut „RuheZeit“ in der Ettlinger Schlossgartenstraße einiges zu tun. Was die Kundschaft betrifft, ist der Name allerdings Programm: absolute Ruhe. Niemand darf kommen, der Betrieb musste wie viele andere zur Eindämmung des Coronavirus schließen.

Alle Informationen gibt es auf bnn.de/coronavirus

Normalerweise, schreibt eine BNN-Leserin unserer Redaktion, gehe sie nach der morgendlichen Zeitungslektüre immer direkt in die „RuheZeit“, koche einen Tee auf, „um später unsere Kundschaft damit zu erfreuen“. Momentan trinke sie den Tee eben alleine.

Mit dem Team, zu dem außer ihr die Mitinhaberin des Geschäfts sowie vier Angestellte zählten, stehe sie telefonisch und per WhatsApp in Kontakt. „Jeden Tag ist die RuheZeit immer durch eine von uns besetzt“, schreibt sie.

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Digitaler Gebetsraum und Dorfcafé in Malsch

„Pioneering digital church“ lautet die Antwort des Vereins Dorfkirchle aus Malsch-Völkersbach auf die Corona-Krise. 80 Prozent der Veranstaltungen sollen in die Online-Welt verlagert werden. Einen rund um die Uhr geöffneten „digitalen Gebetsraum“ will der Verein schaffen. Wie eine Kirche, nur eben im Internet. „Gewissermaßen ist das wie digitales Kerzenanzünden“, schreiben die Organisatoren an die BNN-Redaktion.

Den Auftakt machten zwei Angebote am Sonntag: Ab 10.30 Uhr wurde der Dorfkirchle-Gottesdienst übertragen, um 19 Uhr öffnete das Dorfcafé, in dem Besucher sich über alles Mögliche austauschen können. Alle Online-Angebote gibt es unter www.dorfkirchle.com.

Wie verändert das Coronavirus Ihren Alltag? Schreiben Sie der BNN-Redaktion Ettlingen Ihre Eindrücke und Erfahrungen: per E-Mail an redaktion.ettlingen@bnn.de.