Mit Müllsack und Greifzange beteiligten sich viele Helfer am Rhine Clean Up. | Foto: Susanne Garcia

Länderübergreifende Aktion

Das Flussufer wird sauber: Impressionen vom Rhine Clean Up

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 „Flaschen, Flaschen, Flaschen“ – das und noch viel mehr haben rund 75 Helfer bei der „Rhine Clean up“-Aktion am Samstag in Rheinstetten und Au am Rhein aufgesammelt.

Von Susanne Garcia

Entlang des Rheinufers und rund um den Fermasee hat sich die Putzaktion „leider Gottes wirklich gelohnt“, resümiert Martin Reuter, Sachgebiet Tiefbau und Umwelt der Stadt Rheinstetten. „Das hätten wir so gar nicht erwartet, denn eigentlich ist hier nicht so ein Müll-Schwerpunkt.“

Renovierungsabfälle, Autoreifen, ein Viertel von einem Boot, ein Fischernetz und sogar einen Drehstuhl und eine verbrannte Puppe gehören zur Ausbeute der vielen fleißigen Hände. Auch unzählige Zigarettenkippen und Verpackungen landeten in den blauen Müllsäcken.

Einfach aus dem Auto geworfen

Ausgerüstet mit Handschuhen und Greifzange packten auch die Bürgermeisterin von Au am Rhein, Veronika Laukart, und Rheinstettens Bau-Bürgermeister Michael Heuser mit an. Auch, wenn man oft tief ins Gestrüpp vordringen muss – Laukart ist motiviert: „Wir haben ja alle lange Hosen an, kein Problem, das machen wir schon.“

„Die Gedankenlosigkeit fängt bei der Zigarettenkippe an“, so Reuter. „Es scheint ein regelrechtes Hobby zu sein, Müll einfach aus dem Auto zu werfen. Es wundert einen manchmal, dass die Leute sich die Mühe machen, Abfall extra mit dem Auto durch die Gegend in den Wald zu fahren, wobei man diesen Müll entweder kostenlos oder gegen eine geringe Gebühr auch ordentlich bei den dafür vorgesehenen Stellen entsorgen könnte.“

Viele Bürger engagiert

Als Dankeschön gab’s für die Helfer am Ende zur Stärkung ein Mittagessen am Rheinkiosk. „Ich habe den Eindruck, es hat allen Spaß gemacht“, ist Reuter zufrieden. „Es ist wirklich schön, dass es so vielen Bürgern ein Anliegen ist, sich hier so zu engagieren.“

Der Rhine Clean Up ist eine grenzüberschreitende Aktion. In sechs Ländern entlang des gesamten Flussverlaufes sammelten am Samstag fast 13.000 Menschen Müll.