Nach dem knapp verpassten Direktaufstieg in die Handball-Badenliga spielt das erste Herrenteam der HSG Ettlingen/Bruchhausen um Chef-Trainer Roland Mächtel (mittlere Reihe rechts) und Co-Trainer Philippe Lang (mittlere Reihe 2. von rechts) in der neu gegründeten Verbandsliga. Die "Mission Badenliga" lebt bei dem Verein aus Ettlingen aber weiter. | Foto: pr/HSG

HSG Ettlingen/Bruchhausen

Handballer aus Ettlingen nehmen in der Verbandsliga Fahrt auf

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Unentschieden beim Tabellendritten TSG Dossenheim. Das „Vier-Punkte-Spiel“ gegen den TV Büchenau gewonnen. Aus Neuenbürg einen Zähler entführt (und nebenbei den Spitzenreiter gestürzt): Seit Jahresbeginn läuft es für die Verbandsliga-Handballer der HSG Ettlingen/Bruchhausen richtig gut.

HSG Ettlingen/Bruchhausen: Jetzt läuft’s

„Endlich“, sagt Frank Roth. „Die Hinrunde war echt schwierig. Es gab relativ früh Ausfälle. Wir hatten nur zu kämpfen, ein ganzes Team fürs Training zusammen zu bekommen“, verdeutlicht der Abteilungsleiter der HSG Ettlingen/Bruchhausen. Yannik Espe beispielsweise fehlte wegen eines Mittelfußbruchs. Finn Max Röpcke und Felix Spohn machten sich nach dem Abitur zu einer Weltreise auf. Top-Torjäger Philipp Karasinski (bisher 99 Treffer) begann bei der Bereitschaftspolizei in Lahr. „Er war dort sehr eingebunden“, sagt Roth. „Personell haben wir anfangs ganz schön geblutet“, fügt er hinzu.

Die Hinrunde war echt schwierig

Nur Dominik Zaum (eigene A-Jugend), KIT-Student Florian Würzburger (SG Nußloch II) und Rückkehrer Hannes Freyer (nach Auslandsstudium) kamen zum Kader neu hinzu. „Gerade das Fehlen von Felix Spohn war ein echtes Problem. Dadurch hatten wir nur noch einen Torhüter: Dominik Zaum“, verdeutlicht Frank Roth und erzählt, dass man den Ex-Neuenbürger Keeper Michael Kuhl wenigstens „für drei, vier Spiele reaktivieren“ konnte. Hinzu kam die Hypothek eines Zwei-Punkte-Abzuges wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls. Und so überwinterte die HSG Ettlingen/Bruchhausen auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Torhüter Ostrowski verstärkt die Handballer aus Ettlingen

Über die Winterpause konnten alle Verletzungen auskuriert werden. Nun steht wieder der weitgehend komplette Spielerkader zur Verfügung. Und: Mit Alexander Ostrowski vom SV Langensteinbach hat zudem ein „sehr erfahrener zweiter Keeper“ bei der HSG Ettlingen/Bruchhausen angeheuert. „Routinier Ostrowski und der junge Dominik Zaum, das passt. Das ist das perfekte Duo“, sagt Frank Roth.

 

HSG Ettlingen Logo

 

Weil Felix Spohn seinen Trip um den Erdball wegen eines Bewerbungsgespächs in der Heimat für zwei Wochen unterbrochen hat, kann die HSG nach der Partie in Neuenbürg auch noch am heutigen Sonntag (12. Februar) gegen den TV Eppelheim  sogar mit drei Torhütern ins Rennen gehen. Spielbeginn in der Franz-Kühn-Halle Bruchhausen ist um 17.30 Uhr.

„Vier-Punkte-Spiel“ gegen TV Eppelheim

Wie schon gegen Büchenau ist das Kräftemessen mit dem TV Eppelheim wieder so ein „Vier-Punkte-Spiel“ für die Ettlinger Mannschaft des Trainerduos Roland Mächtel/Philippe Lang (Co). Da gilt es, die in Dossenheim und Neuenbürg geholten Zähler zu veredeln. „Was in der Mannschaft steckt, das sieht man jetzt in der Rückrunde“, betont Abteilungsleiter Frank Roth. Der vorletzte Tabellenplatz, auf dem die HSG Ettlingen/Bruchhausen ins neue Jahr gegangen sei, spiegele jedenfalls „in keinster Weise das wahre Leistungspotenzial wieder.“ Einen kleinen Schritt nach vorne hat die Handballspielgemeinschaft inzwischen ja schon gemacht. Von Rang 13 auf elf.

Mannschaft ist heiß auf die Partie

Auf die heutige Partie gegen den Tabellensiebten TV Eppelheim, der ein Spiel weniger absolviert und 15:15 Punkte (Ettlingen/Bruchhausen 10:22) vorzuweisen hat, „ist die Mannschaft heiß“, sagt Frank Roth. „Richtig heiß“. Man kennt sich aus der „bitteren“ Aufstiegsrelegation zur Badenliga (Zuhause Unentschieden; auswärts verloren). Auch wenn die letztlich wertlos war, weil der Badenliga-Zweite TSV Viernheim den Sprung in die Oberliga nicht schaffte – und sich sowohl die Männer aus dem Rhein-Neckar-Kreis als auch die Handballspielgemeinschaft aus Ettlingen in der neu geschaffenen Verbandsliga wieder trafen. „Wir haben jetzt dreimal gegeneinander gespielt und noch nicht gewonnen – da ist noch eine Rechnung offen“, meint der HSG-Abteilungsleiter.

Sportlerwahl Ettlingen: Handballer Mannschaft des Jahres 2016

„Der bisherige Saisonverlauf habe gezeigt: Jeder kann Jeden schlagen“, sagt Frank Roth. Bis Platz sieben sei noch alles drin; über Abstiegsgefahr wird bei der Handballspielgemeinschaft nicht gesprochen. Bei der Sportlerwahl in Ettlingen ist die HSG  gerade „Mannschaft des Jahres 2016“ geworden.  „Die Mission Badenliga lebt weiter“, betont Roth: „Wir wollten im ersten Jahr in der Verbandsliga ankommen. In der nächsten Runde werden wir dann versuchen, anzugreifen. Dazu müssen wir uns aber verstärken, das wissen wir. Und auch in Sachen Sponsoren eine Schippe drauf legen.“

Fest steht, Lukas Ehrmann (Kreis) hört am Saisonende auf. „Er steigt dann als Teammanager ein und betreut bei Auswärtsspielen mit Trainer Roland Mächtel die Jungs“, so Frank Roth. Philippe Lang werde sich künftig ausschließlich auf die Zweite Mannschaft konzentrieren, die er bisher bereits betreute. Die ist in der 1. Kreisliga punktgleich Zweiter hinter Post Südstadt Karlsruhe und klopft an die Bezirksliga-Tür. Roth: „Wir haben eine super Truppe hinten dran. Diese Spieler an die Erste heranzuführen, das wird Aufgabe von Philippe sein.“

 

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