Im Schlosshof in jeder Vorstellung der „Zauberflöte“ frenetisch gefeiert wird der von Solvejg Bauer initiierte Chor aus Ettlinger Bürgerinnen und Bürgern. | Foto: Werner Bentz

Momente 2019

Die Schlossfestspiele in Ettlingen schaffen den Neuanfang

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Erfolg auf der ganzen Linie: Die neue Intendantin der Schlossfestspiele Ettlingen, Solvejg Bauer, erweist sich als Glücksgriff. In ihrer ersten Saison holt sie so viele Zuschauerinnen und Zuschauer an die Alb wie seit 20 Jahren nicht mehr. Rund 43 500 Theater- und Musicalfans wollen sehen, was sich in Ettlingen abspielt.

Nicht nur die Stückauswahl überzeugt: Die Idee, in Mozarts Volksoper „Die Zauberflöte“ einen Bürgerchor mit über 100 Sängerinnen und Sängern aus der Stadt einzubinden, erweist sich als goldrichtig. Er wird
in jeder Vorstellung frenetisch beklatscht, sorgt dafür, dass Familie, Verwandte, Freunde der Mitwirkenden den Schlosshof füllen. Man identifiziert sich wieder mit den Festspielen, geht gerne und mehrfach hin.

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Ettlinger Kommunalpolitik ist begeistert

„Die Zauberflöte“ läuft, das Musical „Der Mann von La Mancha – Don Quixote“ ebenso, das Kinderstück „Der geheime Garten“ sowieso und auch das Schauspiel, das viele Jahre lang unter Besucherschwund litt, kommt an. Bauer präsentiert es nicht wie in der Vergangenheit im Schlosshof. Sie wählt stattdessen die Schlossgartenhalle als Spielort, bestuhlt dort anders und trifft mit „Endstation Sehnsucht“ den Geschmack des Publikums.

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Angetan ist man in Ettlingen nicht allein von der neuen Frau an der Spitze, sondern vom komplett überdachten Schlosshof. Am Ende ist auch die Ettlinger Kommunalpolitik begeistert: der Gemeinderat genehmigt für 2020 mehr Geld und hofft, dass Bauer erneut ein glückliches Händchen hat.

BNN