Glückwünsche für Gerhard Stöckle (Zweiter von rechts) von Sabrina Eisele, Friedlinde Gurr Hirsch und Landrat Schnaudigel. | Foto: krk

Einsatz für Frauenalber Ruine

Verdienstkreuz für Klostergeist Stöckle

Von Ulrich Krawutschke

Für sein herausragendes ehrenamtliches Engagement erhielt Gerhard  Stöckle aus Marxzell jetzt das Bundesverdienstkreuz. Die Auszeichnung übergab in einer Feierstunde in der Carl-Benz-Halle in Pfaffenrot Staatssekretärin Friedlinde Gurr-Hirsch. Es war für den als „Klostergeist von Frauenalb“ bekannten Stöckle ein emotioneller Abend mit vielen Wegbegleitern.

Einsatz für die Klosterruine Frauenalb

Mehrfach wurde betont, dass nicht nur der Einsatz des Architekten Stöckle seit 1976 um Erhalt und Sanierung der Klosterruine Frauenalb Auslöser für die Ehrung war.  Gewürdigt wurde auch  Stöckles  bereits seit 22 Jahren währendes kommunalpolitisches Engagement in Marxzell als Gemeinderat. Viele Jahre war er  Bürgermeister-Stellvertreter sowie 47 Jahre in der CDU (30 Jahre Vorstand). Er saß im   Kulturbeirat, im Förderverein Kultur im Kloster, beim Musikverein Edelweiß Pfaffenrot, in der Arbeitsgemeinschaft der Greifendorfer,  war Gründungsmitglied des Heimatvereins Pfaffenrot, im VdK Pfaffenrot und  in der evangelischen Kirche Marxzell-Langenalb aktiv. Die Liste ließe sich noch lange fortführen.

 Ein Mann der Tat

Bürgermeisterin Sabrina Eisele schilderte in ihrer Begrüßung Stöckle als „Mann der Tat“, frei nach Goethe: „Tat ist alles, nichts der Ruhm“. Sie stellte  vor allem das Bemühen um die Klosterruine heraus. Es sei der damalige OB Erwin Vetter gewesen, der zu Stöckle, damals in der Bauverwaltung Ettlingen tätig, in Bezug auf die Sanierung der Klosterruine gesagt habe: „Stöckle, Sie machen das“. Dafür gebühre Vetter, der unter den Gästen war, noch heute Dank.

Staatssekretärin lobt  Stöckle als Vorbild

„Man reißt sich in der Landesregierung nicht immer um solche Termine, gibt sie gerne weiter an Landräte, aber als ich die Vita gelesen hatte, war klar: Das mache ich selbst“, sagte Friedlinde Gurr-Hirsch, die betonte, „so eine Zusammenkunft wie heute muss man sich erarbeiten und das haben Sie getan“. Sie schilderte den Lebensweg des am 10. August 1941 in Karlsruhe geborenen Stöckle, beleuchtete all seine ehrenamtlichen Einsätze und bezeichnete ihn als „Mensch mit Tatkraft und Visionen“, wobei hinter der Ehrung und dem Dank auch die Erwartung stehe, „dass es so weiter geht“. „Sie sind als Vorbild wichtig“, sagte Gurr-Hirsch und übergab das Verdienstkreuz in Groß und Klein.

Landrat  spricht von „Juwel im Albtal“

An  Gurr-Hirsch  gewandt meinte Landrat Christoph Schnaudigel:  „Ich hätte diese Ehrung auch gerne gemacht“. Er würdigte seine Zusammenarbeit mit Stöckle seit zehn Jahren in der Stiftung Frauenalb. Stöckle saniere nicht nur, er mache auch „vielfältig Werbung für das herausragende Juwel im Albtal“. Schnaudigel dankte im Namen des Landkreises.

Dank an Ehefrau Erika

Gerhard Stöckle ging in seinem Dank, „besonders an meine Frau Erika“, auf die Erfahrungen seiner ehrenamtlichen Tätigkeit ein und betonte, er freue sich darüber, dass er 51 Jahre nach seinem Vater mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet werde. „Ich werde es mit Stolz tragen“. Unter den Ehrengästen war auch „Äbtissin Lucia vom Kloster Frauenalb“, die wie alle herzlich gratulierte. Musikalisch gestaltete eine Combo des Edelweiß Pfaffenrot die Feierstunde.