Eine Erleichterung für Mitarbeiter und Besucher soll die direkte Anbindung des auf der Höhe über Langensteinbach ansässigen Klinikums werden. Direkt am Eingangsbereich ist ein Busstop angedacht. | Foto: pr SRH

Stein kommt ins Rollen

Ende der Fußmärsche: Bus-Anbindung für Karlsbader Klinikum geplant

Anzeige

Warum fährt der Bus nicht den letzten, steilen Anstieg bis zum „Besuchermagneten“ SRH Klinikum nach oben? Dieser Missstand, der Teile der pendelnden Klinikmitarbeiter und umso mehr Angehörige oder Bekannte von Patienten betrifft, wird schon lange diskutiert – jetzt scheint sich etwas zu tun. Um gerade auch für ältere Menschen das mühsame bis unmögliche Berglaufen zu verhindern, soll eine Haltestelle auf Höhe der Klinik kommen.

Ein etwa zehnminütiger Fußmarsch ist bisher von der Haltestelle Schwimmbad nach oben zur Klinik notwendig. Neben der anvisierten Busstopp-Verlegung direkt zum Klinik-Eingang hat der Karlsruher Verkehrsverbund auch das Fahrtangebot zur SRH Klinik erweitert, erklärt KVV-Sprecher Michael Krauth. „Die Anbindung des Klinikums über die Linie 118 wurde optimiert“, sprich ausgebaut. An allen sieben Wochentagen biete man zusätzliche Fahrten. Kapazitäten seien frei geworden, da die Albtal-Buslinie 117 (Durlach – Waldbronn) nach dem Probebetrieb eingestellt wurde. Zusätzlich fahre der 118er, zwischen Durlach Zündhütle über Grünwettersbach, Palmbach, Stupferich und Mutschelbach und Klinikum Langensteinbach, stündlich von 14 bis 19 Uhr. Zusätzlich ist das Klinikum angebunden über den Regionalbus 721 (ab Langensteinbach Bahnhof) und den Bus 152 (zwischen dem per S5 zu erreichenden Bahnhof Kleinsteinbach über Mutschelbach nach Langensteinbach).

„Der Bedarf ist da“: Die Buslinieverbindung 118 ab und zum „Zündhütle“ in Durlach wird zum SRH Klinikum Karlsbad ausgeweitet.

 

KVV: Neuer Bushalt „kein Problem“

Eine neue Haltestelle Klinikum sei von Seiten KVV laut Krauth „kein Problem“. Der Bedarf sei da, eine Nutzung der Angebote durch Fahrgäste und somit die Wirtschaftlichkeit sei anzunehmen. „Der Ball liegt aber beim Klinikum.“ Und die spielt ihn nun offensichtlich. Ende vergangener Woche gab es nach BNN-Informationen einen Vor-Ort-Termin an der Klinik mit KVV und Technischem Gebäudemanagement der SRH. Klinik-Sprecher Mischa Lange erklärt: „Es ging um spezifische Fragen“, wie der Bus auf der An- und Rückfahrt rangieren kann, wo Haltepunkte platziert werden können, wo ein Wendekreis möglich ist – „damit es planerisch funktioniert“.

SRH will Kosten tragen

Die SRH Holding habe sich bereit erklärt, die Kosten der notwendigen baulichen Veränderungen zu tragen. Die Diskussion ist also konkret. Noch im dritten Quartal werde man das Projekt angehen. „Es wäre auch für uns ein absoluter Gewinn“, so Lange. Um die Fahrten nach oben zu ermöglichen, werden Aus- und Einstiegspunkt wohl räumlich getrennt. Viele Jahre wurde über die Klinik-Anbindung hin- und herdiskutiert – dass diese verwirklicht wird, steht nun nicht mehr in den Sternen.