Die besten Architektenentwürfe für eine Bebauung des alten Feuerwehrgeländes sind ab Dienstag im Rathaus Ettlingen zu sehen. | Foto: Weis

Altes Feuerwehrareal Ettlingen

Wie sieht die künftige Bebauung aus?

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Wie die Bebauung  ehemaliges Feuerwehrareal in der Pforzheimer Straße Ettlingen aussehen könnte, davon darf sich die Öffentlichkeit ab Dienstag ein Bild machen. Denn um 16.30 Uhr wird im Rathaus eine 14 Tage dauernde Ausstellung eröffnet mit 14 Entwürfen von Architekten . Den drei preisgekrönten ist das obere Rathausfoyer vorbehalten, die anderen werden im Parterre platziert.

Lieb+Lieb hatten die Nase vorn

Anfang April  hatte eine Jury, in der auch Stadträte saßen, über den Sieger im kombinierten Investoren-/Architektenwettbewerb für das städtische Filetstück entschieden. Die Preisrichter setzten Arge Marquardt Projektentwickler mit Lieb + Lieb Architekten aus Freudenstadt auf Platz eins.  Arge Unmüsssig Bauträgergesellschaft Freiburg mit den Architekten SPS Planfabrik  aus Ettlingen und Karlsruhe   kamen auf Platz zwei und die Arge Dreßler aus Rastatt mit Plan-Z Architekten aus München auf Rang drei. Das Votum für den Ersten fiel einstimmig.

Verhandlungen mit bestplatzierten Büros

OB Johannes Arnold sagte  im Vorfeld der Ausstellung, man sei ein gutes Stück weiter auf dem Weg zu einer Bebauung  des alten Feuerwehrareals. Mit den drei bestplatzierten Büros würden jetzt Verhandlungen geführt. Sie bekämen die Gelegenheit, Hinweise zu ihren Entwürfen aus dem Preisgericht aufzunehmen und das Gesamtergebnis habe sodann der Gemeinderat zu bewerten. Das solle im Spätsommer geschehen.

Könnten höheren Preis erzielen

Auch mit den jeweiligen Investoren werde gesprochen. Arnold zufolge ist ein Festpreis von 700 Euro pro Quadratmeter für das frühere   Feuerwehrareal festgelegt. „Wir könnten hier angesichts der zentralen Lage sicher auch einen vierstelligen Preis erzielen, wollen aber, das preisbewusst gebaut werden kann“, so der OB zur Position von Verwaltung und Gemeinderat.

Von architektonischer Qualität überzeugt

Am Entwurf Lieb+Lieb überzeugte laut Planungsamtsleiter Wassili Meyer-Buck die architektonische Qualität. Ferner, dass die benachbarte Herz-Jesu-Kirche ihre „besondere Position“ behält und dass er die Strukturen der Gebäude entlang der Pforzheimer Straße aufgreift. Bei der Fassade müsse noch nachgearbeitet werden, auch sei die Gebäudeachse entlang der Ludwig-Albert-Straße zu lang und die Gaubenzahl zu hoch. Gelungen sei die L-förmige Lösung, die im Innern des neuen Quartiers hochwertige Freiräume ermögliche.

Zieht Stadtbauamt in den Neubau?

Geplant ist, dass ein Investor sowohl das L-Gebäude errichtet als auch zwei Stadthäuser dahinter mit bis zu 14 Wohnungen. Im Gebäude Pforzheimer-/Ecke Ludwig -Albert-Straße sind 30 Prozent Gewerbe vorgeschrieben. Denkbar ist aber auch, dass ein Großteil des Komplexes künftig von der Stadtverwaltung belegt wird. Konkret nannte Johannes Arnold das Stadtbauamt, das aus der Ottostraße in den Neubau umziehen könnte. Die Ottostraße wiederum stünde alsdann für Wohnbebauung (zirka 80 Wohnungen) zur Verfügung.

Auch Baugruppen sollen möglich sein

Außer einem Investor sollen gemäß Beschluss des Gemeinderats auf dem gut 4 400 Quadratmeter großen Areal Baugruppen zum Zug kommen und zwar in dem Richtung Augustin-Kast-Straße  orientierten Bereich. Drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 16 Wohneinheiten sind dort  vorgesehen.

Baubeginn 2019?

Erschlossen wird das Quartier über die Ludwig-Albert-Straße. Hier gibt es eine eingeschossige Tiefgarage mit   85 Plätzen sowohl für Bewohner als auch Nutzer der gewerblichen Flächen. Über einen konkreten Baubeginn lässt sich derzeit noch nicht viel sagen. Die Verwaltung  geht von 2019 aus.