Wanderer sind eine der wichtigsten Zielgruppen der Tourismusgemeinschaft Albtal Plus. | Foto: Albtal plus

Region will mit Kultur punkten

Albtal Plus: Mehr als Erlebnis und Genuss

Als  Geschäftsführerin der Tourismusgemeinschaft Albtal  Plus hat Jana Kolodzie einen wichtigen Termin: Am 19. Juli wird sie den Gemeinderäten aus den Mitgliedskommunen ein Konzept vorstellen,  wie sich der Verein weiterentwickeln soll, und wie er außer  mit  Erlebnis und Genuss auch  mit  regionaler  Kultur punkten könnte.

Kulturangebote bekannter machen

„Es wird um die Frage gehen, wie wir hier neue Zielgruppen ansprechen und das was kulturell zwischen Ettlingen und Straubenhardt geboten wird, noch mehr bekannt machen können“, sagt Kolodzie. Wo gibt es Kleinkunstbühnen? Wo attraktive Laientheater? Wo Open-Air-Angebote oder wo Museen mit Alleinstellungsmerkmalen? Das Konzept für die Juli-Veranstaltung erarbeitet Albtal Plus zusammen mit einem externen Berater.

Standorte wirtschaftlich stärken

Zur Tourismusgemeinschaft gehören die Kommunen Ettlingen, Bad Herrenalb, Dobel, Karlsbad, Marxzell, Waldbronn und Straubenhardt. Gemeinsames Ziel ist, die Region besser zu vermarkten, mehr Gäste herzuholen und damit die jeweiligen Standorte wirtschaftlich zu stärken. Im Gartenschaujahr 2017 ist das gelungen. Demnach stiegen die Übernachtungen um 1,5 Prozent auf rund 515 000. Nur erfasst sind in dieser Statistik Übernachtungen in Beherbergungsbetrieben mit mehr als zehn Betten. Würde man die  kleinen Pensionen und Privatquartiere dazurechnen,  „kämen wir mit Sicherheit auf 750 000“, schätzt Kolodzie.

Ferienwohnungen liegen im Trend

Mehr denn je im Trend liegt Urlaub in der Ferienwohnung. So hat Albtal Plus auf diesem Sektor zunehmend Nachfrage von Gästen und Anfragen von Vermietern, die eine Ferienwohnung online oder im Print anzubieten haben. Im Gegensatz zum Hotel oder zur Pension, wo die Verweildauer mit im Schnitt 2,5 Tagen relativ kurz ist, bleibe der Ferienwohnungsgast im Schnitt vier Tage  Da „Klappern“ zum Handwerk gehört, sind Kolodzie und ihre Mitarbeiterin Julia Strickfaden regelmäßig auf Messen präsent und werben dort.  So jüngst auf der CTM in Stuttgart  und im Fühjahr auf einer Outdoor-Messe in Böblingen.

Auch für Radler soll die Region zwischen Ettlingen und Straubenhardt noch attraktiver werden. | Foto: WRSV

Fünf Qualitätswanderwege geplant

In diesem Jahr  fertiggestellt sein sollen fünf Qualitätswanderwege im Albtal, geprüft vom Deutschen Wanderverband und mit einem Gütesiegel versehen, vergleichbar mit der Sterne-Zertifizierung in der Hotellerie. Mit dem Mountainbike-Club Karlsruhe steht Albtal Plus in engem Kontakt. Er will Kolodzie zufolge, dass verschiedene Trails für Mountainbiker angelegt werden.

Sechsstelliger  Etat

Für dieses größere Projekt, mit dem man junge, sportliche Leute für die Region gewinnen könne, seien enge Absprachen mit dem Naturschutz und dem Forst erforderlich, sagt Kolodize.  Der Etat von Albtal Plus bewegt sich zwischen 270 000 und 350 000 Euro. Das hängt  von der Anzahl der Aktivitäten, Höhe der Fördergelder und Unterstützung durch Sponsoren ab. An Mitgliedsbeiträgen der Kommunen  kommen 218 000 Euro herein.