Nachdem Fund einer Leiche war die L340, die Straße zwischen Bad Herrenalb und Dobel, zur Spurensuche gesperrt.
Im Fall des erschossenen Irakers, der Mitte September bei Dobel gefunden wurde, ist die Polizei in ihren Ermittlungen anscheinend einen entscheidenden Schritt weiter: Taucher haben jetzt die mutmaßliche Tatwaffe im Rhein gefunden. | Foto: Graeff-Rau

Verdächtiger äußert sich

Erschossener Mann bei Dobel: Polizei findet mutmaßliche Tatwaffe im Rhein

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Im Fall des erschossenen Irakers, der Mitte September bei Dobel gefunden worden war, ist die Polizei in ihren Ermittlungen anscheinend einen entscheidenden Schritt weiter: Taucher haben am Freitag im Rhein mehrere Teile einer Pistole gefunden, bei der es sich um die mutmaßliche Tatwaffe handeln soll. Das teilten die Staatsanwaltschaft Tübingen und das Polizeipräsidium Karlsruhe am Montag in einer Pressemitteilung mit.

An die Stelle hätte sie einer der beiden verhafteten Tatverdächtigen, ein 23-jähriger Mazedonier, geführt. Die Waffenteile würden nun beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg kriminaltechnisch untersucht.

23-Jähriger macht umfangreiche Angaben zum Tatvorwurf

Der 23-Jährige hatte laut Mitteilung in ersten Vernehmungen umfangreiche Angaben zum Tatvorwurf gemacht. Eine Polizeisprecherin wollte sich auf BNN-Anfrage nicht dazu äußern, ob er sich auch bezüglich der Frage des Schützen oder des Motivs geäußert habe.

Der Mazedonier und ein 48-jähriger Syrer waren am 16.Oktober durch die Sonderkommission „Tanne“ festgenommen worden, seit dem 17.Oktober befinden sie sich in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft Tübingen hat gegen die beiden Männer Haftbefehle beim zuständigen Amtsgericht erwirkt.

Der 48-Jährige bestreitet, an dem Verbrechen beteiligt gewesen zu sein. Laut Polizei soll er das Opfer in Zusammenhang mit dessen Tätigkeit als Autohändler gekannt haben.

Ermittlungen im sozialen Umfeld dauern an

Die in den Wohnungen der Beschuldigten in Karlsruhe sowie dem nördlichen Landkreis Karlsruhe sichergestellten Beweismittel sind laut offiziellen Angaben noch nicht abschließend untersucht und ausgewertet. Die weiteren Ermittlungen im sozialen Umfeld der beiden Beschuldigten dauerten noch an.

Der 47-jährige Iraker, der im Stadtkreis Baden-Baden gewohnt hatte, war am 17. September erschossen auf der L340 zwischen Bad Herrenalb und Dobel aufgefunden worden.