Große Unbekannte: Die Opfer betrügerischer Anrufe wissen nach dem Telefongespräch oftmals gar nicht, mit wem sie überhaupt gesprochen haben.
Große Unbekannte: Die Opfer betrügerischer Anrufe wissen nach dem Telefongespräch oftmals gar nicht, mit wem sie überhaupt gesprochen haben. | Foto: Philipp Strobel/dpa

Warnung vor Betrügern

Falsche Polizisten in Waldbronn und Karlsbad aktiv

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Immer wieder treiben falsche Polizisten ihr Unwesen, auch in der Region. Die Telefonbetrüger haben es vor allem auf ältere, arglose Menschen abgesehen, und wollen sie um ihre Ersparnisse und Wertgegenstände bringen. Zuletzt wurden beim Polizeirevier Ettlingen mindestens zehn solcher Anrufe gemeldet.

Wie die Polizei meldet, riefen die Betrüger zwischen neun und 15 Uhr bei älteren Personen aus Karlsbad und Waldbronn an. Am Telefon gaben sie sich dann als Kriminalbeamte aus. Die Anrufe erfolgten größtenteils mit der angezeigten Rufnummer 07202/110, heißt es von der Polizei. Die Nummer wird per Internettelefonie und dem sogenannten „Call-ID-Spoofing“ manipuliert.

Die falschen Beamten behaupteten am Telefon, dass der Angerufene bald von Einbrechern heimgesucht werden könnte. Zumindest die der Polizei bekannten Fälle blieben dabei zuletzt immer fruchtlos: Die Angerufenen verhielten sich richtig und legten einfach auf.

Sie haben den Verdacht, am Telefon könnte ein Betrüger sein? Die Polizei gibt folgende Tipps:

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen und legen Sie einfach auf, so werden Sie die Betrüger los.
  • Sprechen Sie am Telefon nicht über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.
  • Beraten Sie sich mit Ihrer Familie oder Personen, denen Sie vertrauen.
  • Wählen Sie die 110 und teilen Sie den Sachverhalt mit. Benutzen Sie dabei nicht die Rückruftaste, falls die Nummer 110 übermittelt wurde, sonst landen Sie wieder bei den Tätern. Denn die Polizei ruft Sie niemals unter dem Polizeinotruf 110 an!
  • Werden Sie misstrauisch bei Forderungen nach schnellen Entscheidungen, der Herausgabe von persönlichen Daten, Bargeld, oder Wertgegenständen.
  • Gewähren Sie keinesfalls Fremden Zutritt in Ihre Wohnung.

Weitere Informationen und Präventionstipps gibt es im Internet: www.polizei-beratung.de