Zurück zu den Wurzeln wollen Johnny und die 5. Dimension. Die junge Ettlinger Band ist nächstes Jahr bei "DAS FEST" in Karlsruhe. | Foto: tz

Johnny und die 5. Dimension

Ettlinger Band darf bei „DAS FEST“ 2019 auftreten

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Sie spielen „Akustik Pansch mit Straßenköter-Charme“. So hat das Internet-Portal „backstage pro“ die Musik des Ettlinger Quartetts „Johnny und die 5. Dimension“ charakterisiert. Anders gesagt: Die junge Band macht rein akustische Musik mit Texten, die aus dem „echten Leben“ sind. Damit haben sie es geschafft, den ersten Preis der Jury beim New Bands Finale im Oktober im Karlsruher Jubez zu gewinnen – und damit einen Auftritt bei „DAS FEST“ 2019.

Vom Trio zum Quartett

Seit 2015 gibt es die Band, die vom Trio zum Quartett erweitert wurde. Namensgeber, Sänger, Songschreiber, Gitarrist und Texter Johnny, der neu dazu gekommene Gitarrist Simon, Bassist Mark und Drummer Sami benutzen keine elektrischen Gitarren, keine Keyboards, keine Synthesizer – aus einem einfachen Grund. „Zurück zu den Wurzeln, darum ging es uns“, sagt Sami und Johnny ergänzt ganz pragmatisch: „Mit akustischer Musik können wir überall hingehen und die Leute erreichen. Man ist einfach näher am Publikum“.

Man spürt Kraft und Energie

Bei den Live-Auftritten der Band fehlt nichts, was eine Rockband auszeichnet: Man spürt die Kraft, die Energie, die allein das Auftreten, das Zusammenspiel und die Stimme des Sängers entfalten. Ihre Musik ist nicht vergleichbar mit den selbstverliebten Nabelschau-Songs manch eines populären deutschsprachigen Singer/Songwriters. „Ich sehe mir die Welt genau an“, sagt Johnny. „Ich singe aber nie: das und das ist richtig oder falsch. Ich möchte einfach Sachen auf den Tisch bringen, die sonst runterfallen.“

Manche Texte handeln  von Außenseitern

Manche ihrer Texte handeln von Außenseitern, zu kurz Gekommenen. „Das Potenzial von Menschlichkeit, begraben unter Schutt“, singt Johnny in „Separee“, inspiriert von einem Konzert gegen Armut, bei dem sie aufgetreten sind. Auf der anderen Seite gibt es auch Munter- und Mutmachersongs, die die Lebensfreude ausgelassen feiern – wie „Unser Leben“. Da heißt es: „Ich will dich tanzen sehen“, und natürlich ist die Musik der Band auch tanzbar. Johnny schreibt die Songs und die Texte. Aus seinen Rohbauten erarbeitet die Band dann die Songs. Dabei geht es vor allem um Details wie Tempo und Breaks.

Offen sein, aber nicht alles annehmen

Musikalisch entwickelt sich die Band stetig weiter. Früher, erzählen sie, hatte man „mal vier Akkorde und den Text – und es hat gepasst. Heute hinterfragen wir schon mal genauer, wie die Musik den Text begleiten kann“. Durch die Hinzunahme eines Lead-Gitarristen haben sich die Möglichkeiten erweitert, es bleibt spannend: „Wir suchen noch nach einer Rolle für die Gitarre.“ Seit Februar nehmen sie teil am Bandpusher-Programm des Popnetz Karlsruhe. Bei diesem Coaching werden jungen Musikern unter anderem Tipps und Tricks gegeben. Dabei geht es um Spieltechnik, Arrangement und Interpretation, aber auch um professionelles Verhalten. „Das bringt unheimlich viel“, sagt Sami. „Sie zeigen uns eine neue Sicht von außen. Man muss offen sein, aber muss nicht alles annehmen.“ Ein paar gute Ideen haben sie selbst sowieso schon lange umgesetzt: In ihren Videos und bei Live-Auftritten sieht man die Jungs in grünen und roten Socken. Das, so meint Johnny, erzeuge „ein anderes Gefühl zur Erde“ und zudem erinnere sich jeder, wenn er sie einmal gesehen hat, an die „Band mit den bunten Socken“.

Thomas Zimmer

Johnny und die 5. Dimension sind live zu hören an der Pilzbühne auf dem Ettlinger Sternlesmarkt am Sonntag, 23. Dezember, ab 18 Uhr.