Der Maschinenbaubetrieb Klingelnberg will in Ettlingen massiv Stellen streichen. | Foto: Archiv

Resolution gegen Verlagerung

Ettlinger Gemeinderat zeigt Solidarität mit Klingelnberg-Mitarbeitern

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In Solidarität mit der Ettlinger Belegschaft von Klingelnberg will der Gemeinderat in seiner Sitzung am kommenden Mittwoch, 12. Februar, eine Resolution verabschieden. Die ist sowohl mit der Gewerkschaft als auch mit dem Betriebsrat abgesprochen.

Darin wird die Unternehmensleitung aufgefordert, den Standort im Stadtteil Oberweier zu erhalten und die Produktion nicht zu verlagern. Wie berichtet, sind am hiesigen Standort 160 Arbeitsplätze akut in Gefahr, weil Klingelnberg Produktion und Entwicklung von Oberweier an den deutschen Hauptsitz nach Hückeswagen in Nordrhein-Westfalen verlagern will. Bleiben sollen nur Service und Vertrieb.

Mehr zum Thema: Verhandlungen über die Zukunft von Klingelnberg wohl 2020

Stadt unterstützt Fahrt zum Deutschlandsitz

Die Resolution ist sowohl mit der Gewerkschaft als auch mit dem Betriebsrat abgesprochen. Nicht nur das: Die Stadt wird sich an einer geplanten Busfahrt Ettlinger Klingelnberg-Mitarbeiter am kommenden Freitag, 14. Februar, nach Hückeswagen finanziell beteiligen und sich um die Verpflegung der Mitfahrenden kümmern.

Gewerkschaft hat Alternativen zu Standortverlagerung

Von Martin Obst, Zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Karlsruhe, war zu hören, an besagtem Freitag werde der Geschäftleitung ein „von uns und dem Betriebsrat unter Einbeziehung eines externen Beraters erarbeitetes Alternativkonzept“ zur Standortverlagerung präsentiert. Die Unterstützung durch Ettlingens Oberbürgermeister Johannes Arnold und den Gemeinderat sei dabei „hilfreich und willkommen“.