Beste Stimmung bei der HSG Ettlingen/Bruchhausen: Der Handball-Verbandsligist ist stark in die Runde gestartet. | Foto: pr/HSG

Handballer wollen aufsteigen

HSG Ettlingen/Bruchhausen: Mission Badenliga läuft

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Nach Platz acht in der Vorsaison peilt Handball-Verbandsligist HSG Ettlingen/Bruchhausen im zweiten Jahr das obere Tabellendrittel an – so war jedenfalls vor dem Rundenstart auf der HSG-Homepage zu lesen. Jetzt, nach neun absolvierten Spielen, mischt die Handballspielgemeinschaft (15:3 Punkte) ganz vorne mit, liegt nur zwei Zähler hinter Dossenheim (17:1) und einen hinter Plankstadt (16:2) auf Rang drei. Muss das Saisonziel also nach oben korrigiert werden?

HSG-Abteilungsleiter Roth: Im grünen Bereich

Frank Roth lacht. „Wir sind im grünen Bereich. Die Mission Badenliga läuft“, sagt er. „Dieses, spätestens nächstes Jahr: Wir wollen aufsteigen.“ Das, fügt Roth hinzu, sei schließlich die Maßgabe gewesen, als Joachim Rutschmann (Abteilungsleiter Sport/Organisation) und er (Abteilungsleiter Marketing/Finanzen) 2014 zur HSG-Doppelspitze gewählt worden sind.

Nur Verbandsliga-Meister steigt auf

Anders als im Verbandsliga-Premierenjahr, als „Ankommen im neuen Metier“ die Devise war, ist das Team von Cheftrainer Roland Mächtel nun also in den Angriffsmodus übergegangen. Das Ziel Badenliga führt letztlich nur über den Verbandsliga-Titel; einzig der Meister steigt auf. Die Heimstärke soll dabei einmal mehr zum Trumpf werden; das haut bisher hin. Heute gegen die HSG Walzbachtal (18 Uhr, Franz-Kühn-Halle Bruchhausen) winkt beim fünften Punktspielauftritt vor eigenen Fans der fünfte Sieg.

Von Anfang an Fahrt aufgenommen

Überhaupt haben die Ettlinger im Gegensatz zur Vorsaison gleich von Anfang an Fahrt aufgenommen. „Die Mannschaft hat sich auf das Spielsystem Mächtel eingestellt“, erklärt Frank Roth. Und sie konnte, anders als letztes Jahr, ohne Minuspunkte-Hypothek wegen Nichterfüllung des Schiedsrichtersolls loslegen. „Das“, betont Roth, „ist psychologisch schon enorm wichtig.“

Bisher nur in Plankstadt verloren

Ungeachtet dessen: Dass die Hinrunde wesentlich stabiler verlaufen muss als vergangene Saison, das war jedem im HSG-Lager von vorneherein klar; auch das haut bisher hin. Beim Tabellenvierten TSV Rot (11:5 Punkte) gab’s das bisher einzige Unentschieden. Und nur einmal, beim Badenliga-Absteiger TSG Plankstadt, war die HSG chancenlos (27:32). Da allerdings musste Torjäger Philipp Karasinski verletzt passen. „Mit ihm“, meint Frank Roth, „wäre die Partie offener gewesen.“

Heute HSG gegen Walzbachtal – fünfter Heimsieg?

Am heutigen Sonntag (19. November) gegen die HSG Walzbachtal wird Spielgestalter Fabian Broschwitz verletzungsbedingt fehlen. Dennoch präsentiert sich Ettlingen/Bruchhausens Kader üppig und ausgeglichen wie vielleicht noch nie. „Ja, wir sind richtig breit aufgestellt“, sagt Frank Roth. „16, 17 Leute, das belebt das Geschäft. Und unser Trainer ist in einer komfortablen Situation – in Ettlingen völlig ungewohnt.“

„Konnten Wunschspieler für unsere Vision begeistern“

Auf den Verlust zentraler Leistungsträger haben die Verantwortlichen mit externen Verstärkungen gezielt reagiert. „Wir konnten Wunschspieler für unsere Vision begeistern“, betont Frank Roth. Und alle haben eingeschlagen. Vadim Kapp kam vom Badenligisten TSG Wiesloch. Er ersetzt Julian Frauendorff (zum HC Neuenbürg) auf Halbrechts und bildet mit Philipp Karasinksi die HSG-Rückraumachse. Seine Verpflichtung sei „ein 1:1-Erfolg“, wie Roth sagt.

HSG-Abwehrchef Markus Stober

Marvin Karolus (ebenfalls aus Wiesloch) schloss adäquat die Lücke am Kreis von Lukas Ehmann (unterstützt Trainer Mächtel als Teammanager). Zum Fels in der Brandung avanciert der Ex-Langensteinbacher Markus Stober. „Wie er die Bälle wegblockt …“, schwärmt Frank Roth. „Ein Abwehrchef wie er , hat uns in den letzten Jahren gefehlt.“ Ein „ganz wichtiger Mann“ sei auch Philipp Müller (vom Oberliga-Absteiger SG Heidelsheim/Helmsheim), wenngleich er es auf Halblinks hinter Karasinski „nicht leicht hat“, wie Frank Roth weiß.

Wirbelt am Kreis: Marvin Karolus, Neuzugang des Handball-Verbandsligisten HSG Ettlingen/Bruchhausen, kam aus Wiesloch. | Foto: pr/HSG

HSG Ettlingen hat „Siebenmeterkiller“ Felix Spohn

Dazu kehrten zwei „Jungspunde aus dem Ettlinger Nachwuchs“ in den Kader zurück: Finn-Max Röpcke und Felix Spohn. Mit Spohn, dem „Siebenmeterkiller“ (Roth), dem 18-jährigen Dominik Zaum und Alexander Ostrowski als „Feuerwehrmann“ ist die Torhüterposition – letzte Saison ein wunder Punkt – bestens abgedeckt.

Rückhalt: HSG-Torhüter Felix Spohn. | Foto: pr/HSG

Youngster Hoppner kam von Rhein-Neckar Löwen

Im Oktober ist der HSG dann noch Youngster Bastian Hoppner vom A-Jugend-Bundesligakader der Rhein-Neckar Löwen „durch Kontakte zugelaufen“, so Roth schmunzelnd. „Er bringt eine ganz andere Spielart mit und ist auf Außen eine absolute Verstärkung.“

Bastian Hoppner (Nr. 13) kam vom A-Jugend Bundesligakader der Rhein-Neckar Löwen zur HSG Ettlingen/Bruchhausen. | Foto: pr/HSG

Im BHV-Pokal-Finale gegen Dossenheim…

Unter der Woche hat Ettlingen/Bruchhausen das BHV-Pokalhalbfinale gegen den höherklassigen Cupverteidiger TV Hardheim 30:24 gewonnen. Auch wenn die „Mission Badenliga“ Priorität hat, „das Finale nehmen wir natürlich gerne mit“, erklärt Frank Roth. Gegner dann: Liga- und Aufstiegsmitkontrahent TSG Dossenheim.

…. und nächste Woche in Dossenheim um Punkte

Schon nächsten Sonntag wird man sich bei der TSG Germania sehen. „Dossenheim ist Zuhause ein Bollwerk; und die harzfreie Halle ein Problem“, so Roth. „Sie hatten auch schon sechs Heimspiele, aber von den Topteams nur gegen Rot gespielt“, verdeutlicht der HSG-Abteilungsleiter. Dass auf dem Weg zum Titel einige Stolpersteine liegen können, musste der designierte sofortige Badenliga-Rückkehrer Plankstadt zuletzt bei Leutershausen II (29:35) erfahren. „Wir sind jetzt im oberen Tabellendrittel“, sagt Frank Roth. „Und wenn wir auch nur am letzten Spieltag auf Position eins stehen, dann ist die Mission Badenliga erreicht.“

Info: Handball-Verbandsliga – die bisherigen HSG-Begegnungen: HSG Ettlingen/Bruchhausen – TSVG Malsch 37:27; HSG Ettlingen/Bruchhausen – TV Bretten 35:25; TSV Rot – HSG Ettlingen/Bruchhausen 26:26; HSG Ettlingen/Bruchhausen – SV Langensteinbach 37:27; TSV Wieblingen – HSG Ettlingen/Bruchhausen 21:26; TSG Plankstadt – HSG Ettlingen/Bruchhausen 32:27; HG Königshofen/Sachsenflur – HSG Ettlingen/Bruchhausen 19:29; HSG Ettlingen/Bruchhausen – SG Leutershausen II 32:26; HSG Dittigheim/Tauberbischofsheim – HSG Ettlingen/Bruchhausen 27:33. – Verbandsliga – die nächsten Spiele: Heute, 18 Uhr: HSG Ettlingen/Bruchhausen – HSG Walzbachtal; Sonntag, 26. November, 18 Uhr: TSG Dossenheim – Ettlingen/Bruchhausen; Sonntag, 10. Dezember, 18 Uhr: Ettlingen/Bruchhausen – TGS Pforzheim II; Samstag, 16. Dezember, 18 Uhr: TV Eppelheim – Ettlingen/Bruchhausen. – BHV-Pokal – 1. Runde: TSV Knittlingen – HSG Ettlingen/Bruchhausen 25:32; Halbfinale: Ettlingen/Bruchhausen – TV Hardheim 30:24.