Der neue Vorstand des Fördervereins Nikolas Gack, Moritz Heidecker, Martin Knaus, Petra Roth, Josef Jilg, Siegmund Weinbrecht , Christa Stauch und Jürgen Becker ( von links) | Foto: Saladino

Kein Ausschluss von Josef Jilg

Heidecker neuer Vorsitzender des Fördervereins der Feuerwehr Ettlingen

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Josef Jilg wird aus dem Förderverein St. Florian der Freiwilligen Feuerwehr Ettlingen, Abteilung Ettlingen-Stadt nicht ausgeschlossen. Das entschieden die Mitglieder auf einer turbulenten Versammlung  am  Montagabend mit überwältigender Mehrheit. Lediglich zwei Anwesende votierten im Ettlinger DRK-Haus für einen Ausschluss.

Vorstandsbeschluss war formell unwirksam

Zuvor hatte Stadtrat und Jurist Herbert Rebmann eindeutig klar gemacht, dass schon der vom Vorsitzenden des Fördervereins, Thomas Fedrow,  betriebene Vorstandsentscheid zum Ausschluss Jilgs 2018 „ formell unwirksam“ war. Denn es stimmte damals nicht die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit von fünf Vorstandsmitgliedern dafür. Statt dessen waren es  inklusive Fedrow nur drei.

Heidecker Nachfolger Fedrows

Fedrow hatte Jilg finanzielle Unregelmäßigkeiten zu Lasten des  Fördervereins vorgeworfen. Dieser wies dies stets zurück. Zwischenzeitlich ist die Justiz damit beschäftigt, den Sachverhalt zu klären. Zum neuen Vorsitzenden des Fördervereins wählte die Versammlung Bürgermeister Moritz Heidecker. In sein  Dezernat  fällt auch das Feuerwehrwesen. Heidecker  kündigte nach seiner Wahl an,  zusammen mit dem Förderverein „wieder das Ehrenamt bei der Feuerwehr  in den Mittelpunkt“ zu stellen. Dafür erhielt er großen Applaus. Seine Vertreter sind Josef Jilg und Martin Knaus. Jilg lässt das Amt vorerst ruhen, bis die juristische Auseinandersetzung mit Fedrow geklärt ist.

Vorstand um Fedrow für 2018 nicht entlastet

Der Vorstand um Fedrow wurde für das Jahr 2018 nicht entlastet.  Fedrow, seit Anfang 2018 nicht mehr Bürgermeister von Ettlingen, hatte für das Vorsitzenden- amt nicht mehr kandidiert und wäre bei einer Kandidatur wohl  auch nicht gewählt worden, reagierten die Vereinsmitglieder doch äußerst ungehalten auf seine langen Monologe im ersten Teil der Sitzung. Unter anderem hatte Fedrow Jilg unwahre Behauptungen in den BNN vorgeworfen und vereinsschädigendes Verhalten.