In bestem Zustand: Die Mitglieder des Golfclub Bad Herrenalb-Bernbach dürfen sich auf ein perfektes Grün freuen.
In bestem Zustand: Die Mitglieder des Golfclub Bad Herrenalb-Bernbach dürfen sich auf ein perfektes Grün freuen. | Foto: pr

Corona-Lockerungen

Hobby-Sportler aus Ettlingen und Umgebung freuen sich über Öffnungspläne der Politik

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Gespannt verfolgten die Hobby-Sportler in den vergangenen Tagen die politischen Entwicklungen in Stuttgart. Fast zwei Monate musste wegen der Corona-Pandemie auf das Freizeitvergnügen verzichtet werden, jetzt gibt es zumindest für kontaktlosen Sport im Freien auch in Baden-Württemberg eine konkrete Perspektive auf den Wiederbeginn.

„Unsere Vereinsmitglieder scharren mit den Hufen“, sagt Silke Schwab, Sportwartin und Trainerin beim Tennisclub Waldbronn. Schwab geht davon aus, dass spätestens übernächste Woche wieder gespielt werden kann. Der Verein sei jedenfalls bereit. „Die Plätze sind gerichtet, wir müssen nur noch die Netze aufhängen“, erzählt sie.

Start der Herren 70 in Badenliga fraglich

Für das Schlagen der gelben Filzkugel sind freilich besondere Vorgaben zu beachten. In einem offenen Schreiben an die Politik machte der Deutsche Tennis-Bund genaue Vorschläge zu Abstands- und Hygieneregeln. „Es ist wahrscheinlich kein Vierertraining möglich, und Doppel sind ausgeschlossen“, so Schwab.

Der badische Verband will die Punkterunde im Juni beginnen, bis zum 31. Mai dürfen Mannschaften ohne Sanktionen zurückgezogen werden. Ob die Herren 70, die altersbedingt zur Risikogruppe zählt, wie geplant in der Badenliga antritt, sei im Moment noch fraglich. „Wir müssen abwarten.“

Ärger über unterschiedliche Regeln in Corona-Krise

Mit Ungeduld und auch etwas Unverständnis verfolgten die Golfer die Entwicklungen der vergangenen Wochen. Während in anderen Bundesländern teilweise seit 20. April wieder abgeschlagen wird, herrscht im Südwesten noch eine Platzsperre.

„Wir haben Respekt vor den Entscheidungen und ziehen nicht vor Gericht“, betont Joachim Blessing, Präsident des Golfclub Bad Herrenalb-Bernbach.

An die Mitglieder gingen bereits Info-Schreiben zum neuen Prozedere. So soll ein erdachtes Reservierungssystem Staus auf den Bahnen verhindern. Alle 15 Minuten darf eine Kleingruppe von zwei Personen starten, Mitglieder haben Vorrang.

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Wobei auch eine begrenzte Zahl an Gästen zugelassen wird, um mit deren Gebühren die Einnahmeverluste der vergangenen Wochen etwas zu reduzieren. Eines kann Blessing bereits versprechen: „Unsere Mitglieder werden einen so schönen Platz antreffen wie seit Jahren nicht mehr.“

Golfclub Hofgut Scheibenhardt bereit für den Start

Auch beim Golfclub Hofgut Scheibenhardt sind sämtliche Vorbereitungen für einen möglichen Start am 11. Mai getroffen. „Das Warten hat wohl bald auch für uns ein Ende. Wir können es kaum erwarten, euch alle wiederzusehen“, teilte der zwischen Karlsruhe und Ettlingen angesiedelte Club nach der entsprechenden Ankündigung von Ministerpräsident Winfried Ketschmann auf seiner Facebook-Seite mit.

Boule auf dem Parkplatz

Bei den Boule-Freunden Malsch im Rhein-Neckar-Kreis, mit sieben Mannschaften im Ligabetrieb führend in Baden-Württemberg, fiebert man dem Wiederbeginn ebenfalls bereits entgegen.

„Wir hoffen, dass wir unsere Spielstätte wieder öffnen dürfen“, sagt Sportpräsidentin Birgit Huber, die in der Oberliga-Mannschaft aktiv ist und in den vergangenen Wochen auf einem Parkplatz ihren Lieblingssport mit Familienmitgliedern ausübte.

Alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus im Überblick

Abstandsregeln könnten problemlos eingehalten werden, indem beispielsweise nur die Hälfte der insgesamt 28 Plätze geöffnet wird. Und mit den gegnerischen Spielern gebe es ja ohnehin keinen Kontakt.

Nachwuchsreiter hoffen auf Rückkehr in den Sattel

Weniger betroffen von den Restriktionen sind die Reiter. „Wir konnten die Außenplätze fast uneingeschränkt nutzen“, berichtet Rolf Mayer, Vorsitzender des Vereins der Pferdefreunde Karlsbad.

Allerdings betrifft dies nur die erwachsenen Pferdebesitzer, der Nachwuchs mit einer Reitbeteiligung darf nicht in den Sattel. „Für die Jugendlichen ist das hart“, betont Mayer, der hier auf eine baldige Lockerung hofft. „Wir würden uns freuen, wenn der Unterrichtsbetrieb wieder aufgenommen werden könnte.“