Ein Modulbau aus Containern wird aktuell am SRH Klinikum in Karlsbad errichtet. Das entstehende Interimsgebäude für die Zeit der Generalsanierung soll einmal 35 Meter lang sein. | Foto: pr

Klinikum Karlsbad lagert aus

Interimsbau für Teil der Patienten während der Generalsanierung

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Umbauphasen und Modernisierungen wie am SRH Klinikum Karlsbad vorgesehen, gehen oft mit erheblichen Lärm- und Staubbelastungen einher. Vor allem im Krankenhausbetrieb könne das zu beträchtlichen Einschränkungen führen – für Patienten wie auch Mitarbeiter, teilt die Klinikverwaltung mit. Die SRH Holding als Träger des Akuthauses baue daher für die Zeit der Generalsanierung ein Interimsgebäude, um die Belastungen für Patienten, Angehörige und Mitarbeiter während der Bauphasen zu mindern. Knapp fünf Millionen Euro kostet der moderne Modulbau.

Je nach Bauphase soll flexibel umgezogen werden

„Der Genesungsprozess unserer Patienten und das Arbeitsumfeld unserer Mitarbeiter haben für uns höchste Priorität“, so Jörg Schwarzer, Geschäftsführer des SRH Klinikums in Langensteinbach. Der Interimsbau sei voraussichtlich im April 2019 bezugsfertig und fungiere bis zum Abschluss der Generalsanierung als zusätzliches Bettenhaus. „Den Bauphasen entsprechend können wir so Stationen flexibel umziehen, um Patienten und Mitarbeiter zu entlasten“, erklärt Schwarzer weiter.
Parallel zur Fertigstellung des Neubaus für die Psychiatrie beginnen am SRH Klinikum Karlsbad Langensteinbach die Sanierungsarbeiten weiterer Gebäudeteile. So entsteht bis Mitte 2020 am Standort ein Haus der Neurologie (die BNN berichteten). Im Anschluss werden im größten Bettenhaus weitere Patientenzimmer auf den neuesten Stand gebracht. Im Zuge der anstehenden Sanierungen werden Stationen, Ambulanzen und medizinische Strukturen sinnvoll gebündelt und patientenorientiert positioniert. Durch den Interimsbau sollen diese Baumaßnahmen schneller und störungsfreier erfolgen.

In 14 Tagen wird Modulgebäude zusammengesetzt

Über 16 Tonnen wiegt das elf mal dreieinhalb große Modul, mit dessen Verankerung im Fundament in dieser Woche der Startschuss für die Errichtung des Interimsgebäudes am Karlsbader Klinikum begonnen hat. Das Modul stellt die Verbindung zum zentralen Eingangsbereich des Krankenhauses her. Innerhalb von rund 14 Tagen werden die Container zu einem Rohbau zusammengesetzt. Fertiggestellt ist das Modulgebäude später 35 Meter lang, zehn Meter breit und etwa zehn Meter hoch. Insgesamt sollen 56 Containermodule verbaut werden.

Bau nach modernsten Anforderungen kostet rund fünf Millionen

Der Bau entspreche den neuesten medizinischen und technischen Anforderungen, das beauftragte Unternehmen sei auf die Errichtung modularer Bauten spezialisiert – von OP-Sälen über Bettenhäuser bis hin zu Reinräumen und Laboreinrichtungen. Das Interimsgebäude am Standort Karlsbad beherbergt nach Bauabschluss 78 Betten, davon acht der Stroke-Unit (Schlaganfallstationen).