Noa Steinmetz (18) vom Biotechnologischen Gymnasium in der Bertha-von-Suttner-Schule Ettlingen ist gerade bei der nationalen Endrunde der Biologie-Olympiade in Kiel. | Foto: Spitz

Schülerin aus Ettlingen „top“

Biologie-Olympiade: Noa Steinmetz in der nationalen Endrunde

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Faschingsferien? Von wegen. Für Noa Steinmetz war vergangene Woche noch einmal „Trainingslager“ angesagt. „Ich musste büffeln“, sagt sie und lacht. Denn Noa Steinmetz hat sich für die Endrunde der Biologie-Olympiade an der Universität Kiel qualifiziert. Die 18-Jährige vom Biotechnologischen Gymnasium in der Bertha-von-Suttner-Schule Ettlingen gehört damit zu den besten Bio-Schülerinnen und -Schülern Deutschlands.

Unter Deutschlands 45 besten Bio-Schülern

Nur 45 von anfangs über 1 500 Teilnehmern haben es so weit geschafft. Aus Baden-Württemberg neben Noa Steinmetz nur noch zwei. Aber die Zwölftklässlerin aus Ettlingenweier ist die einzige, die von einem Beruflichen Gymnasium kommt. Die Internationale Biologie-Olympiade (IBO) wurde von sechs Nationen ins Leben gerufen und 1990 zum ersten Mal ausgetragen.

Biologie-Olympiade: Nationales Finale auf Hochschulniveau

In der ersten Runde mussten Aufgaben aus allen Bereichen der Biologie zuhause bearbeitet werden. In Runde zwei wurde eine zweistündige Klausur geschrieben. „Auf Hochschulniveau“, betont Noa Steinmetz’ Biotechnologie-Lehrer Günter Denninger. Seine Schülerin hat auch diese hohe Hürde gemeistert – und das Ticket für Kiel gebucht.

Eine Woche Prüfungen in Theorie und Praxis

Am 18. Februar ging’s los. Eine Woche lang bis zum 23. Februar  wird biologisches Können in Theorie und Praxis geprüft. Mikrobiologie und Genetik. Zoologie und Botanik. Evolution, Ökologie, aber auch Mathe.

Bio und Kampfkunst Wing Chun

Zugleich besteht die Möglichkeit mit verschiedenen internationalen Forschungseinrichtungen in Kontakt zu kommen. Dass Noa Steinmetz nach dem Abitur studieren möchte, das ist klar. „Den Studiengang weiß ich aber noch nicht“, sagt die 18-Jährige, die gerne liest und sich der Kampfkunst Wing Chun verschrieben hat. „Mikrobiologie interessiert mich“, sagt sei. „Auch Genetik und Medizinische Biotechnologie.“

Die vier besten vertreten Deutschland im Juli im Iran

Bei der nationalen Endrunde der Biologie-Olympiade in Kiel wird noch einmal „ausgesiebt“. Die vier besten Teilnehmer kommen in die Mannschaft, die Deutschland im Juli in Shiraz (Iran) vertritt. Wie schätzt Noa Steinmetz ihre Chancen ein? „Ich gehe da recht entspannt ran. Ich wollte meinen Spaß haben und hätte nicht erwartet, dass ich durch die zweite Runde komme“, sagt sie. „Ich sehe das mehr als Freude an der Biologie, weniger als Herausforderung.“

Die Internationale Biologieolympiade (IBO) wurde 1989 von sechs Nationen gegründet und im Jahre 1990 zum ersten Mal ausgetragen. Sie ist ein jährlich wiederkehrender Schülerwettbewerb, der der Förderung biologisch interessierter und talentierter Schülerinnen und Schüler insbesondere der Sekundarstufe II dient. Mitmachen können alle Jugendlichen, die im Jahr der IBO eine weiterführende Schule besuchen, in der Regel Schülerinnen und Schüler der Sek. II, die nicht älter als 20 Jahre sind. Der Wettbewerb wird auf nationaler und internationaler Ebene vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanziert. Er zählt zu den von der Kultusministerkonferenz empfohlene Schülerwettbewerben. Die Ziele des Wettbewerbes sind, aktives Interesse an biologischen Arbeiten und kreatives Denken beim Lösen biologischer und ökologischer Fragestellungen zu fördern, Kontakte zwischen biologisch besonders interessierten Schülerinnen und Schüern herzustellen und freundschaftliche Beziehungen zwischen jungen Menschen verschiedener Länder zu entwickeln, um dadurch zur internationalen Zusammenarbeit und zum Verständnis verschiedener Nationen beizutragen.