Modellbau ist nur eines der vielen Angebote, die Hector Kinderakademien an mehr als 60 Standorten in Baden-Württemberg machen. Ettlingen ist einer davon. | Foto: Archiv

Präsentation in Ettlingen

Hector Kinderakademie für den begabten Nachwuchs

Jungen und Mädchen der Hector Kinderakademie Ettlingen wollen  am Samstag, 7. April,  in der Schillerschule zeigen, was sie während der Osterferien so alles gelernt haben. Dort erwarten sie ein Publikum aus Eltern, Großeltern, Geschwistern und Freunden, wenn sie sich und ihre Arbeiten präsentieren. In der Zeit von 9.30 bis 12 Uhr sind Werkstätten geöffnet, gibt es Ausstellungen, Vorführungen und vieles mehr. Zudem bewirten Teilnehmer eines Backkurses die Gäste. Ein Grußwort zu Beginn der Veranstaltung spricht Bürgermeister Moritz Heidecker.

Seit zehn Jahren Hector Akademie

Die Hector Kinderakademie besteht in Ettlingen seit nunmehr zehn Jahren, Geschäftsführerin ist Silvia Rottenecker vom städtischen Bildungsamt. Sie berichtet davon, dass während der Osterferien 24 Dozentinnen und Dozenten 19 Kurse abhielten. Die Zahl der Lehrenden sei deshalb höher als die Zahl der Kurse, weil es „betreuungsintensive Angebote gibt“, für die mehr als ein Erwachsener gebraucht wird. Insgesamt tummelten sich in den zurückliegenden Tagen rund 150 Kinder aus den Klassenstufen eins bis vier in Ettlingens Schillerschule.

Besondere Begabungen werden gefördert

Die Hector-Kinder, die über besondere Begabungen und Fähigkeiten verfügen, kommen aus dem ganzen südlichen Landkreis Karlsruhe, ja sogar aus Bad Herrenalb und Straubenhardt. In Kursen werden sie während eines Schuljahres ode rauch darüber hinaus  in ihren Talenten gefördert, seien sie nun kreativer, sprachlicher oder naturwissenschaftlicher Art.

Logisches Denken lernen Hector-Kinder spielerisch am Schachbrett. | Foto: Archiv

Lernen kann Spaß machen

In einem Kurs sind maximal acht Kinder Sie erfahren dort, dass Lernen und Wissensvertiefung auf den unterschiedlichsten Gebieten Spaß machen kann. Bezahlt wird das Ganze aus Stiftungsmitteln. Silvia Rottenecker beziffert den Betrag für Ettlingen  auf 50 000 Euro im Jahr. Mittlerweile existieren in Baden-Württemberg mehr als 60 solcher  Kinderakademien. Bedingung, um in  die  finanzielle Förderung zu kommen ist, dass zu 70 Prozent Kurse in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) angeboten werden. Grundsätzlich schlagen Lehrer Kinder für die Akademie vor und stimmen dies mit den Eltern ab.

Eltern reagieren positiv

Und wie ist deren Rückmeldung? „Durchweg positiv“, so Rottenecker. Sie zitiert eine Mutter.  Die habe ihr gesagt: „Die Hectorkurse sind das, was meiner Tochter positiv aus ihrer Grundschulzeit in Erinnerung bleiben wird.“ Dass ein Kind einen Kurs abbreche, komme sehr selten vor. Eher schon, „dass es gerne mehrere Hector-Angebote parallel besuchen will“. Das aber sieht Silvia Rottenecker  kritisch angesichts der vielen Verpflichtungen, die Heranwachsende heute nachmittags hätten. „Gegen mehrere Kurse in einem Schuljahr spricht nichts, aber bitte nacheinander.“

Die Angebote der Hector Kinderakademien richten sich an besondere begabte, kreative und motivierte Grundschulkinder in  jeweils einem Schulamtsbezirk.  Angestrebt wird, bis zu zehn Prozent der Jungen und Mädchen eines Jahrgangs zu fördern. Die Teilnahme ist grundsätzlich kostenlos. Hector Kinderakademien werden über die Hector Stiftung finanziert und einmal jährlich evaluiert. Josephine und Hans Werner Hector riefen die Stiftung 1995 in Leben.