Mehr Knöllchen in Waldbronn, um die Parkplatzprobleme - wie hier in der Stuttgarter Straße- zu lösen? Das könnte Autofahrern blühen. | Foto: kdm

Parkplatzprobleme ungelöst

Künftig mehr Knöllchen in Waldbronn?

Anzeige

Mehr Knöllchen in Waldbronn? Das sind Überlegungen im  Gemeinderat, um die Parkplatzproblematik im Kurort  in den Griff zu bekommen.

Parksündern in Waldbronn soll es an den Kragen oder anders ausgedrückt an den Geldbeutel gehen. Allerdings scheint das kein so leichtes Unterfangen zu sein, wie jetzt im Gemeinderat deutlich wurde.  Mit dem Vorsatz,  den ruhenden Verkehr  „besser in den Griff zu bekommen“, trat Reinhold Bayer vor ein paar Monaten sein Amt als Hauptamtsleiter an. Leider müsse er nun die Erwartungen etwas dämpfen, räumte Bayer  jetzt  ein. Ein Jahr würde dafür nicht ausreichen.

Mehr Arbeitsstunden für Vollzugsdienst

Dass in den vergangenen Monaten tatsächlich mehr kontrolliert und dass mehr Knöllchen verteilt wurden, liegt auch an der Aufstockung der Wochenstunden für den Gemeindevollzugsdienst. Zurzeit sind es zehn Stunden, geleistet von einer zusätzlichen Kraft. Nun gibt es in Waldbronn Überlegungen, eine weitere Vollzeitstelle zu schaffen. Das wären dann zwei Einsatzkräfte. Zudem soll ein Pedelec als eine Art Einsatzrad angeschafft werden.

Kooperation mit Marxzell angedacht

Über die konkrete Stellenerweiterung besteht noch Beratungsbedarf. Wenn möglich, will Waldbronn dabei mit der Nachbargemeinde Marxzell eine Kooperation im gemeindlichen Vollzugsdienst eingehen. Für ein bestimmtes Stundenkontingent und gegen Bezahlung versteht sich könnte so der Waldbronner Gemeindevollzugsmensch an Marxzell „ausgeliehen“ werden.

Werden alle Knöllchen bezahlt?

Eine mögliche 100-prozentige Aufstockung des Dienstes werde sich aber nicht zu 100 Prozent rechnen, dämpfte Bayer die Erwartungen. Darum gehe es ja auch nicht, sondern vielmehr darum, durch Kontrollen die Ordnung und das Einhalten von Verkehrsregeln in der Gemeinde zu gewährleisten. Positiv nahm Jens Puchelt (SPD) die Überlegungen auf, zumal man jetzt schon merke, dass sich durch den Anstieg an Kontrollen etwas getan habe. Die Aufstockung der Stelle will Roland Bächlein (CDU) auch von der Kooperation mit Marxzell abhängig machen. Peter Buss (Grüne) fragte nach, ob überhaupt alle Knöllchen bezahlt werden. Entsprechende Zahlen hatte Bayer noch nicht parat.

Bürger können über Auffälligkeiten informieren

Über Verkehrsprobleme, über besondere Auffälligkeiten können die Waldbronner die Gemeinde direkt informieren unter der E-Mail-Adresse: verkehr@waldbronn.de. Das solle aber nicht als „Anschwärtzadresse“ missvertanden werden, zum Beispiel wenn der Nachbar mal falsch parke, so der Hauptamtsleiter.

Klaus Müller