Michelle Roth gilt als Handballtalent. Ihr Vater, selbst ehemaliger aktiver Handballer, unterstützt ihre sportlichen Ziele.

Handballerin Michelle Roth

„Kurpfalzbärin“ vernagelt ihr Tor

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Michelle Roth aus Ettlingen gehört zu einem kleinen Kreis von Nachwuchstalenten, die die Spitzenförderung im Handballsport erhalten, wenn sie sich wie bisher sportlich weiter entwickelt. Die Bruchhausenerin war bei der offiziellen DHB-Sichtung im Frühjahr von Carsten Klavehn, Talentcoach des Deutschen Handballbundes (DHB), unter vielen Talenten die zur Wahl standen, als besonders „auffällige“ Spielerin ausgewählt worden. Von der Techniküberprüfung, über Grundübungen und Passgenauigkeiten wurden dabei für die schnelle Sportart viele wichtige Parameter abgeprüft.

Michelle Roth gilt als „Torfrauhoffnung“

Die 14-Jährige gilt als große „Torfrauhoffnung“ in ihrer Altersstufe, dem Jahrgang 2004/2005. Den ersten Lehrgang, bei dem 32 Spielerinnen auf DHB-Ebene eingeladen waren, hat sie bereits mit Erfolg absolviert, allerdings musste sie bei der zweiten Einladung zum Training im verkleinerten Spielerinnenkreis des Jugendnationalteams passen, weil ihr der Sportarzt wegen einer Verletzung signalisierte, sie solle eine kleine Pause einlegen. So fiel der vom 3. bis zum 6. Juni für die DHB- Auswahl von DHB-Talentcoach Carsten Klavehn anberaumte Lehrgang im Sportzentrum Kienbaum leider aus.

Hoffnung auf erneute Einladung

„Der DHB hatte allerdings viel Verständnis für meine Absage“, sagt Michelle Roth. Sie hofft, bald wieder eine Einladung von Carsten Klavehn und Zuzana Porvaznikova, DHB-Co-Trainerin weiblich, zu erhalten. Was ihr dabei besonders viel Spaß macht, ist die Begegnung mit gleichaltrigen Sportlerinnen aus ganz Deutschland. Ein Blick auf die Liste der 14 und 15 Jahre alten DHB-Spielerinnen belegt dies: Sie kommen von Borussia Dortmund, dem Frankfurter HC, Bayer Leverkusen, den Füchsen Berlin oder Hoyerswerda. Roth selbst spielt aktuell in der B-Jugend des Frauen-Handballbundesligisten „Kurzpfalzbären“ TSG Ketsch, der sich gerade wieder für die höchste Jugendspielklasse qualifiziert hat.

Handballspielen begann beim TSV Rintheim

Davor spielte sie bei den Mädchen des TSV Rintheim, wo das Talent der groß gewachsenen Torfrau längst aufgefallen war. Sie „vernagelte“ mit ihren Reflexen ihr Tor und brachte manche frei werfende gegnerische Jugendspielerin zur Verzweiflung. Zur Freude ihres eigenen Teams, das die Erfolge ihrer Torfrau in schnelles Konterspiel umwandeln konnte. Und was gefällt dem Ettlinger Torwarttalent am Handballspiel? Wie aus der Pistole geschossen kommt die Antwort: „Die Schnelligkeit, die Dramatik und Spannung oft bis zur letzten Sekunde und dann die Freude über einen Sieg, der bis zum Abpfiff des Schiedsrichters auf Messers Schneide stand.“ Und ihr Leitsatz? „No risk, no fun.“
Die Begeisterung für den Handballsport kommt bei Michelle Roth nicht von ungefähr: Schon ihre Mutter spielte als Torfrau Handball, der Vater, Abteilungsleiter bei der HSG Ettlingen, warf einst in höheren Amateurklassen in Südbaden Tore aus dem Rückraum und der Bruder spielt in der A-Jugend des Handballbundesligisten Rhein-Neckar-Löwen Jugend-Bundesliga auf der halblinken Position.
Beste Voraussetzungen also, handballerisch voranzukommen, weil ihre ganze Familie sie bei ihrem Sport unterstützt. Dies fängt schon mit den fast täglichen Chauffeurdiensten der Eltern von Ettlingen zum Training nach Ketsch an. Und die familiäre Begleitung zu weit entfernten Spielorten der jungen Bruchhausenerin, verbunden mit Anfeuerungsrufen des Teams ist ebenfalls eine Selbstverständlichkeit.
Die langen Fahrten zum Trainingsort nutzt die gute Schülerin zum Lernen für die Schule. Hätte sie sonst doch bei den Fahrten zwischen dem Raum Karlsruhe und dem Raum Mannheim bei ihrem umfangreichen sportlichen Pensum zu viel ungenutzte Zeit. Und wie auf der Homepage der B-Juniorinnen der TSG Ketsch zu lesen ist, hat sie grundsätzlich dabei stets drei Dinge dabei: Etwas zu trinken in Form von Apfelsaftschorle, ihre Sportschuhe und nicht zu vergessen ihren H