Barrierefrei erschlossen wird die Ettlinger Volkshochschule. Die Baustelle zieht sich länger hin als geplant. Das hat Konsequenzen für die Kursbucher. | Foto: Bentz

Kurse in Ausweichquartieren

Volkshochschule Ettlingen weiter Baustelle

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Nicht eingehalten werden kann der Zeitplan für die Sanierung der Volkshochschule (VHS) in der Pforzheimer Straße. Ursprünglich hatten Stadt und Architekt Berthold Zähringer angegeben, das Projekt werde bis zum Dezember abgeschlossen sein (wir berichteten). Dem aber ist nicht so: Auch im neuen Semester müssen Lern- und Wissbegierige zum Unterricht oder Kurs in eines der diversen Ausweichquartiere.

Ich habe die Baustelle unterschätzt

Das ist seit ein paar Wochen sowohl in der VHS-Verwaltung als auch im Amt für Gebäudemanagement bekannt. „Ich habe die Baustelle unterschätzt“, gestand Architekt Zähringer dieser Tage gegenüber den BNN. Die Rohbauarbeiten für den Aufzug, der das alte VHS-Gebäude künftig barrierefrei erschließt, hätten weit länger gedauert, weil die örtliche Situation „schwierig und sehr eng“ sei. Die zuständige Baufirma, so Zähringer weiter, treffe hier keine Schuld, „die arbeitet jeden Tag.“ Da sich die Sanitäranlagen rechts und links des Aufzugschachtes befinden, verzögere sich auch deren Sanierung. Zähringer rechnet damit, das Vorhaben im Laufe des ersten Quartal 2018 abgeschlossen zu haben.

Programmheft erst im Januar

Da hat aber das erste Semester 2018 schon eine Weile begonnen, weshalb sich die VHS-Verantwortliche Karin Herder-Gysser dazu entschieden hat, das komplette neue Semester in Ausweichquartieren abzuhalten. „Ein Umzug von Dozenten und Kursteilnehmern während des Semesters ist aus unserer Sicht nicht sinnvoll.“ Herder-Gysser ließ auch wissen, das Programmheft , das eigentlich stets vor Weihnachten erscheine, komme erst nach dem 6. Januar raus.

Weiter in Ausweichquartieren  Unterricht

In so manchem Alternativdomizil könne die VHS länger bleiben als geplant – etwa im effeff, im K26 Begegnungsladen, im Kolpingsaal oder auch im Naturfreundehaus. „Dafür sind wir sehr dankbar“. Da auch im Rathaus ein Umbau ab Anfang nächsten Jahres anstehe, falle das dortige Besprechungszimmer, das die VHS für ihre Zwecke belegen durfte, weg und werde in der Musikschule ersetzt. Über den Daumen gepeilt, habe man wegen der Bauverzögerung 15 bis 20 Kurse fürs neue Semester absagen müssen, schätzt Karin Herder-Gysser.

Gesamtkosten von 770 000 Euro

Kosten wird die Gesamtmaßnahme VHS, die sich in zwei Bauabschnitte gliedert, 770 000 Euro. Stand heute wird der Betrag gehalten, war von Jürgen Rother, Leiter des Amtes für Gebäudemanagement, zu erfahren. Der erste Bauabschnitt, in dem es um Elektrik, Lüftung, Schreinerarbeiten ging, sei günstiger gekommen als erwartet, was nun „etwas Luft“ verschaffe.