Neue Besitzerin des Wiesenhofs mit seinen Islandpferden ist Barbara Müller-Kuntz. Markus Podlech bleibt weiter an Bord. | Foto: bgr

Islandpferdezentrum Burbach

Leidenschaftliche Reiterin kauft den Wiesenhof

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Seit gut einem Jahr liefen die Vorbereitungen für den Verkauf des Wiesenhofs in Burbach, im Februar wurde alles notariell festgezurrt und am 1. Juli war die Übergabe an die neue Besitzerin Barbara Müller-Kuntz. Die 46-jährige Rechtsanwältin aus Karlsruhe-Durlach ist schon von Kindesbeinen an leidenschaftliche Reiterin und den Islandpferden verfallen.

Von Birgit Graeff-Rau

„Als wir erfuhren, dass der Wiesenhof zum Verkauf steht, haben wir es in der Familie diskutiert und dann ein Gebot abgegeben“, erzählt sie. Der Wiesenhof in seiner traumhaften Lage sei ja weit über die Region bekannt und auch als Ausflugsziel beliebt. Über den Kaufpreis habe man mit den Vorbesitzern Stillschweigen vereinbart. Sie selbst wird sich künftig neben ihrer Tätigkeit als Rechtsanwältin um das Management und die finanziellen Angelegenheiten des Wiesenhof kümmern.

Markus Podlech bleibt an Bord

„Ich freue mich, dass mir das komplette bisherige Team mit all seiner Erfahrung und Fachkenntnis erhalten bleibt und dass Markus Podlech in der Geschäftsführung weiterhin mit im Boot ist“, so Müller-Kuntz. Podlech leitet weiterhin den gesamten landwirtschaftlichen und landschaftspflegerischen Part des Wiesenhof, zu dem auch 35 Rinder gehören.

Größter Grünlandbetrieb im Albtal

„Wir sind nach wie vor der größte Grünlandbetrieb im Albtal“, so Müller-Kuntz. Im Mittelpunkt stehen aber die Islandpferde. „Die DNA des Betriebs bleibt erhalten, wenngleich wir uns nicht der Zucht widmen werden“, sagt sie. Bernhard Podlech, erst kürzlich auf der WM in Berlin Vizeweltmeister geworden, hat beschlossen, sich selbstständig zu machen und konnte den Hof des bekannten Wasserbüffel-Manns Willi Wolf in Meidelstetten erwerben.

Nun heißt man Islandpferdezentrum Wiesenhof

„Dort ziehen die Wiesenhof-Zuchtpferde hin, Bernhard wird unter dem neuen Zuchtnamen ,Hohenstein‘ Islandpferde züchten“, sagt Markus Podlech. Man habe diese Entscheidung in gutem Konsens getroffen. „Wir bleiben gut befreundete Höfe, die gemeinsame Leidenschaft für die Islandpferde verbindet uns “, unterstreicht Barbara Müller-Kuntz. So hat sich nun auch der offizielle Name des Wiesenhof in „Islandpferdezentrum-Wiesenhof“ geändert.

Reitunterricht für jedes Alter

„Wir sind ja jetzt kein Gestüt mehr“, erklärt Müller-Kuntz die Namensänderung. Wohl aber werde man auch künftig die Jungpferdeaufzucht auf den ausgedehnten Weiden im Albtal und rund um den Metzlinschwanderhof anbieten. Mit den erfahrenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern wird es auch Reitunterricht für jedes Alter und Niveau geben, zudem bleibt der Wiesenhof Berittstation, also die Gewöhnung der Pferde durch ausgebildete Bereiter an Sattel und Reiter. „Wie schon in der Vergangenheit werden wir Seminare und Lehrgänge geben“, sagt Barbara Müller-Kuntz. Gut besucht sind auch die Ferienkurse, wie aktuell in den Sommerferien. Dafür gibt es ein angeschlossenes Gästehaus.

Pensionsgäste haben weiter Heimat

Und natürlich werden die rund 250 Pensionspferde ihre Heimat weiterhin auf dem Wiesenhof haben. Für sie wird sich künftig jedoch einiges verbessern. Schon vor gut zehn Jahren begannen unter dem Vorbesitzer Planungen zur Umgestaltung des Wiesenhof, die dann aber nur in Ansätzen verwirklicht wurden. „Jetzt werden die damaligen Pläne überarbeitet, den neuen Gegebenheiten angepasst und zur Genehmigung vorgelegt“, erklärt Markus Podlech.  Man hofft, im kommenden Frühjahr mit den Bauarbeiten loslegen  zu können.. Bereits im Herbst wird auf dem Wiesenhof ein Shop für Reitausrüstung einziehen.