Stundenlanges Warten für die Einsatzkräfte in Langensteinbach: In der Nähe des Klinikums Langensteinbach hielt ein Mann mit Pistole Polizei und Rettungskräfte in Atem.
Stundenlanges Warten für die Einsatzkräfte in Langensteinbach: In der Nähe des Klinikums Langensteinbach hielt ein Mann mit Pistole Polizei und Rettungskräfte in Atem. | Foto: Gustl Weber

Großeinsatz in Langensteinbach

Mann mit Pistole auf Hausdach

Anzeige

Update: Dem SEK ist es laut Polizei gegen 0.55 Uhr gelungen, den Mann in Gewahrsam zu nehmen. Er sei zur Betreuung in eine Fachklinik gebracht worden. Bei der Pistole handelt es sich laut offiziellen Angaben um eine scharfe Schusswaffe. Ein umfangreiches Update ist hier zu finden.

Ein Riesenaufgebot an Rettungskräften, Polizei und Feuerwehr versucht in Langensteinbach seit Donnerstagmorgen einen Mann daran zu hindern, sich oder anderen etwas anzutun. Der Mann mit Pistole steht auf seinem Hausdach und droht seinem Leben ein Ende zu setzen. Dort befand er sich auch noch am späten Donnerstagabend. Eine Gruppe von Polizeipsychologen versucht ihn davon abzuhalten, irgendetwas gegen sich selbst oder Leib und Leben anderer zu beginnen.

Seit Stunden steht er auf dem Hausdach

Der zwischen 60 und 70 Jahre alte Mann fuchtelte dort um zehn Uhr mit einer Waffe herum und hält die Sicherheitskräfte seither in Atem. Das Haus im weiten Umfeld des SRH-Klinikums ist weiträumig von Einsatzkräften der Polizei umstellt. Die Einsatzleitung der örtlichen Polizeikräfte lag in den Händen des Albtal-Postenleiters Martin Rickersfeld.

Polizeischutz für Kinder von Kindergarten

Für alle Eventualitäten hat man auch eine SEK-Einheit kommen lassen. Die Bewohner in der nächsten Nähe dürfen nicht mehr die Häuser verlassen und die Kinder eines Kindergartens in einer nicht weit von dem Haus entfernten Querstraße werden einzeln unter Polizeischutz zu ihren Eltern geleitet. Auch im nahe gelegenen SRH-Klinikum in Langensteinbach bereitete die Situation große Sorgen, da die Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdiensten und Feuerwehren auf der dortigen Auffahrt für einen etwaigen Einsatz in Bereitschaft standen.

Großaufgebot an Einsatzkräften in Bereitschaft

Die Polizei bat am Donnerstag-Nachmittag eindringlich Menschen gewarnt, an den Einsatzort zu kommen.. Tenor: „Schaulustige haben uns gerade noch gefehlt, die Lage ist heikel genug.“ Wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums auf Anfrage mitteilte, will man am Abend die Öffentlichkeit über die Lage kurz informieren. Währenddessen verbreitete sich im Karlsbader Ortsteil Langensteinbach die Aktion des Mitt-Sechzigers wie ein Lauffeuer. Er gilt im Dorf als Einzelgänger, der aber bislang durch keine öffentlichkeitswirksame Aktion aufgefallen sei.