Im Schlosshof ist wieder die Europäische Meile mit Musik und Spezialitäten aus Ettlingens Partnerstädten. | Foto: Kulturamt

33 Vereine und 14 Gastronomen

Marktfest Ettlingen: Altstadt wird zur Festmeile

Anzeige

 

Zum 39.Mal steigt in Ettlingens Altstadt das Marktfest. Plätze, Gassen und  Straßen verwandeln sich von Freitag bis Sonntag in eine Meile mit Musik und Bewirtung. Es werden Gäste aus der ganzen Region erwartet.

Bürgermeister sticht das Fass an

Für Ettlingens Bürgermeister Moritz Heidecker ist es eine Premiere. Erstmals wird er beim Marktfest das Fass anstechen. Da Rathauschef Johannes Arnold, für den der Schlag auf den Zapfhahn all die Jahre ein „Pflichttermin“ war, im Urlaub weilt, muss Heidecker ran, und zwar am Freitag um 19 Uhr auf dem Marktplatz. Sobald „o‘zapft is“ darf bis in den späten Abend bei Musik und Bewirtung gefeiert werden.
33 Vereine aus der Stadt und den Stadtteilen machen mit, außerdem beteiligen sich 14 Gastronomen. Die Organisation des Open-Air-Spektakels liegt wie immer beim städtischen Kulturamt.

Auf vier großen Bühnen spielen Bands

Nina Grießhaber rechnet bei schönen Wetter – und darauf deuten die Prognosen hin – mit „20 000 Besuchern und mehr in der Altstadt“. Auf vier großen Bühnen spielt die Musik – auf dem Neuen Markt, dem Marktplatz, dem Hugo-Rimmelspacher-Platz und vor dem Schloss. „Wir haben 18 Bands verpflichtet, davon einige, die man beim Marktfest noch nicht gehört hat“, berichtet Grießhaber. „Sudden Inspiration“, etwa, die am Freitag bis Mitternacht Rock, Pop und Evergreens spielen, oder „Lucky Strings“, die am Samstagnachmittag mit Acoustic Pop unterhalten, oder „The Hot Rolls“ am Samstagabend. Kleinere Musikformate, auch von Ettlinger Vereinen, sind in der Kanalstraße und im Stadtgarten geplant.

Shades of Soul ist nur eine von 18 Bands, die beim Marktfest spielen. | Foto: Kulturamt

Partnerstädte auf der „Europäischen Meile“

Nicht fehlen dürfen beim Marktfest Ettlingens Partnerstädte auf der sogenannten „Europäischen Meile“ im Schlosshof. „Alle haben zugesagt“, freut sich Nina Grießhaber. Von Epernay (Frankreich) bis Gatschina (Russland) liefern sie für ihre Stadt/Region typische Getränke oder Spezialitäten an. Nicht selten sind sie sonntagnachmittags ausverkauft. Der Festbetrieb dauert am Freitag und Samstag bis nach Mitternacht, am Sonntag enden Ausschank und Musik um 19 Uhr.

Start am Freitag hat sich bewährt

Die seit 2018 geltende Regelung – Start Freitagabend und Sonntagabend früher Schluss – hat sich aus Sicht von Stadt und Vereinen bewährt, sie soll daher beibehalten werden. Auch die sonntägliche „Meile des Ehrenamtes“ entlang der Leopoldstraße ist inzwischen fester Bestandteil des Marktfestes. Mehr als 20 Vereine, Verbände und Organisationen präsentieren sich dort, bieten ein kleines Musikprogramm, Kinderunterhaltung und Informationen über ihre Arbeit.

Kunsthandwerk stellen in der Schlossgartenhalle aus

Und natürlich gibt es sowohl am Samstag als auch am Sonntag in der Schlossgartenhalle und auf dem angrenzenden Kurt-Müller-Graf-Platz wieder den Kunsthandwerkermarkt. Den bestücken 60 Aussteller – Wiederkehrer und solche, die erstmals dabei sind. Das Spektrum dort reicht von Malerei über Keramiken zu Schmuck und Dekorationen. Geöffnet hat der Kunsthandwerkermarkt am Samstag von 11 bis 20 Uhr, am Sonntag schließt er um 19 Uhr.

Am besten  man kommt mit Rad oder Bahn

Aufgebaut wird in der Innenstadt ab Donnerstagnachmittag, Bauhof und Stadtwerke sind dort schon früher aktiv. Ab 17 Uhr sind am Freitag dann sämtliche Zufahrten zum Festbereich für den Verkehr gesperrt, der städtische Ordnungsdienst überwacht das Einfahrtsverbot, das bis zum Sonntag, 23 Uhr, gilt. Wer zum Marktfest unbedingt mit dem Auto anreisen will, findet Parkmöglichkeiten in der inneren Rastatter Straße und auf dem Grünstreifen entlang der alten B 3, außerdem beim Freibad und am Schulzentrum Horbachpark. Die Tiefgaragen haben geöffnet, die am Neuen Markt bis 1.30 Uhr. Ansonsten empfiehlt es sich, die Stadtbahn zu nutzen oder das Fahrrad.

Stadt  lässt sich Spektakel was kosten

Ein Wort zum Finanziellen: Die Stadt lässt sich das Marktfest einige zehntausend Euro kosten, hinzu kommt das Engagement diverser Sponsoren von der Brauerei Hoepfner über die Volksbank Ettlingen, die Sparkasse Karlsruhe bis zur Dehoga, dem Zusammenschluss der örtlichen Gastronomen.