Verpflichtung in Waldbronn: Bürgermeister Franz Masino (rechts) und Gemeinderat Joachim Lauterbach. | Foto: kdm

Verpflichtung in Waldbronn

Rathauschef Masino will Zuzug

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Von  Klaus Müller

Auf weitere acht  Jahre  als Bürgermeister  von Waldbronn wurde am Mittwochabend  Franz Masino  (SPD) verpflichtet. Dies geschah gleich zu Beginn  einer öffentlichen Gemeinderatssitzung.  Die Weiterverpflichtung für die zweite Amtszeit (ab 1. Mai) übernahm  Bürgermeisterstellvertreter Joachim Lauterbach (CDU). Eine Vereidigung war übrigens nicht notwendig. Es gilt nach wie vor der von Masino 2009 geleistete Amtseid.

Fleckenhöhe ist weiter Thema

Die Wählerschaft, tat der Bürgermeister in einer Art Wiederantrittsrede kund, habe bei der Wahl am 12. März seine „klaren Aussagen zu strittigen Themen honoriert“. Keinen Hehl machte der 64-Jährige  daraus, dass die Entwicklung der Fleckenhöhe – „sie stand im Mittelpunkt meines Wahlkampfes“ – für ihn auch weiterhin entscheidend für die städtebauliche Zukunft der Gemeinde ist.

Masino kündigt Bürgerversammlung an

Im Sommer, so der Schultes weiter, solle es dazu eine Bürgerversammlung geben. Nebenbei: Normalerweise entscheidet der Gemeinderat darüber, ob eine Bürgerversammlung anberaumt wird. Außer Frage steht es für Masino, dass es „Waldbronn zum gewohnten Preis nicht mehr geben wird“.
Allein mit Sparen sei er indes nicht getan: „Mit Schließungen sparen wir nur einen Tropfen auf dem heißen Stein.“

„Ja“ zu mehr Zuzug

Nein, Waldbronn müsse vor allem mehr Geld verdienen. Dazu brauche es mehr Bürger („Zuzug“) und mehr Arbeitsplätze. In jedem Fall werde es Veränderungen geben. Die Entscheidungen darüber müsse der Gemeinderat im Konsens mit der Bürgerschaft treffen.

Respektvollen Umgang pflegen

„Lassen sie uns einen respektvollen Umgang pflegen“, wandte er sich sodann direkt an den Gemeinderat. Ein „gutes Miteinander von Bürgermeister, Verwaltung und Gemeinderat“, der „Nährboden für gute Entscheidungen“, mahnte Lauterbach an. Im Vordergrund müsse die „gedeihliche Entwicklung“ von Waldbronn stehen, müssten die künftigen Aufgaben „intelligent und sinnvoll“ angegangen werden. Auch wenn es ihrer Einschätzung nach schon jetzt im Gemeinderat „etwa knistert“, zeigte sich Marianne Müller (SPD) in ihrem Grußwort zuversichtlich, dass es gelingen werde, auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit zu pflegen.

Grußwort von Thomas Fedrow

Ein kurzes Grußwort sprach ebenfalls der Ettlinger Bürgermeister Thomas Fedrow im Namen von Vertretern umliegender Gemeinden. Als gute Entscheidung der Waldbronner bewertete er die Wiederwahl von Masino. Zudem hob er die „enge partnerschaftliche Zusammenarbeit“ zwischen Ettlingen und Waldbronn hervor.

Franz Masino hatte die Bürgermeisterwahl am 12. März gegen seinen Herausforderer von der CDU, Jonathan Berggötz (30) aus Rastatt, mit 53, 1 Prozent der Stimmen gewonnen.Die Wahlbeteiligung lag bei 62,4 Prozent. Beherrschende Wahlkampfthemen waren der Schuldenabbau und die Frage der Bebauung  der Fleckenhöhe.