Mit einem modernen Niederflugwagen waren Bürgermeister Jens Timm, AVG-Chef Alexander Pischon und Landrat Christoph Schnaudigel ( von links) auf der Albtalstrecke unterwegs. | Foto: Müller

Niederflurwagen ins Albtal

Mehr Komfort für AVG-Fahrgäste

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Von Klaus Müller

Die modernen Niederflurwagen  des Typs „Citylink NET 2012“ kommen ab sofort auf der Albtalstrecke und der  Strecke  nach Ittersbach  (S 1 / S 11) zum Einsatz. Klimatisiert, relativ leise und durchaus bequem geht es künftig nach Bad Herrenalb. Das vorerst aber nur an den Wochenenden. Von einem „sehr komfortablen Angebot für die Fahrgäste“ sprach  bei einer Pressefahrt am Mittwoch  mit einem in den Farben der AVG gehaltenen NET 2012 (davon gibt es lediglich ein Fahrzeug) ins Albtal Alexander Pischon, Vorsitzender der Albtal-Verkehrsgesellschaft (AVG). Einmal abgesehen von der S-Bahn Richtung Rheinstetten fahren nun erstmals die Niederflurfahrzeuge im Landkreis.

Eine echte Verbesserung

Bis 2022 sollen laut Landrat Christoph Schnaudigel 25 Stadtbahnen dieses Fahrzeugtyps landkreisweit eingesetzt werden. Für die Fahrgäste bedeute dies eine „echte Verbesserung“. Der Landkreis lässt sich die neuen Bahnen einiges kosten – pro Bahn, so Schnaudigel, sind es rund 300 000 Euro jährlich. Die Beträge seien bereits in entsprechende Verträge eingearbeitet worden. Drei Millionen Euro je Fahrzeug schlagen nach Auskunft von Pischon jährlich bei der AVG auf.

Wagonfederung und Klimatisierung

Den Kunden soll es recht sein, zumal die Fahrzeuge, die Platz für rund 200 Fahrgäste bieten, mit einigem Komfort aufwarten; angefangen bei den Multifunktionsplätzen über Klimatisierung bis hin zur Wagonfederung. Und dass die beiden Strecken intensiv befahren werden, zeigt ein Blick auf die Fahrgastzahlen von 2016: Sechs Millionen Fahrgäste, bilanzierte Pischon, nutzten das Angebot. Allerdings müssen der Landkreis und die Gemeinden an den Strecken beim barrierefreien Ausbau der Haltepunkte in den nächsten Jahren viel Geld in die Hand nehmen.

Fünf Haltepunkte in Ettlingen

Allein Ettlingen ist laut OB Johannes Arnold dabei mit fünf Haltepunkten betroffen. In der Summe rechnet Schnaudigel für den Gesamtausbau mit rund 20 Millionen Euro – etwa die Hälfte davon entfallen auf die Kommunen Ettlingen, Waldbronn, Karlsbad und Marxzell. Der Ausbau könnte nur Schritt um Schritt in Absprache mit den Gemeinden umgesetzt werden, so der Landrat. Einzig der Bad Herrenalber Bahnhof ist derzeit barrierefrei ausgebaut.