Wird der Ettlinger Kreuzelberg ein Standort für Windkraftanlagen? Eine Mehrheit im Gemeinderat sagt dazu "Nein". | Foto: Archiv

Weiter mehrheitliches „Nein“

Gegen Windkraft auf dem Ettlinger Kreuzelberg

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Beim Thema Windenergie auf dem Kreuzelberg bleibt der Ettlinger Gemeinderat gespalten. Auch innerhalb der einzelnen Fraktionen gibt es keine einheitliche Position. Das wurde erneut deutlich, als es im Ausschuss für Umwelt und Technik um den Teil-Flächennutzungsplan Windenergie und hier die zweite Beteiligung der Behörden und Nachbargemeinden ging.

Gegen den Standort Kreuzelberg

Ettlingen lehnt, so das Ergebnis der Vorberatung, den zweiten Entwurf des Teil-Flächennutzungsplanes ab und wird dies im Nachbarschaftsverband Karlsruhe (NVK) kommunizieren. Die Mehrheit der Mandatsträger und die Verwaltung wollen nicht, dass der Kreuzelberg und damit der Hausberg, als Konzentrationsfläche für Windkraft ausgewiesen wird. Dies aus Gründen des Artenschutzes sowie des Landschafts- und Ortsbildes.

Mehr Abstand zur Wohnbebauung

Der Abstand zwischen Windkraftzonen, und Wohnbebauung solle auf mindestens 1.500 Meter erweitert werden, lautet eine Forderung. Sollte der Kreuzelberg trotz der Ettlinger Einwände möglicher Windkraftstandort bleiben, möchte man, dass der Denkmalschutz bei den „Ettlinger Linien“, der „Redoute“ und der „Hannesenklause“ beachtet wird und hier keine Vernichtung oder Beschädigung von Kulturdenkmälern erfolgt.

SPD und FE/Freie Wähler sind gespalten

Während sich die CDU geschlossen hinter den Vorschlag der Verwaltung stellte und Schluttenbachs Ortsvorsteher Heiko Becker einmal mehr davon sprach, dass Bürger der Nähe von Windanlagen Schallwellen ausgesetzt seien, war das Stimmungsbild bei FE/Freien Wähler nicht so eindeutig. Die Fraktion werde uneinheitlich abstimmen, tat Windkraftbefüworter Gerhard Ecker kund. Der Kreuzelberg sei der windhöffigste Standort im Planungsgebiet des NVK; den Artenschutz ordne die Mehrheit dem Umweltschutz unter. Simon Hilner (SPD) brach eine Lanze für die Windkraft, hielt die Forderung nach einer Abstandsvergrößerung für einen Vorwand, um „Windkraft zu verhindern“. Er räumte aber ein, dass auch die SPD gespalten sei.

Wo sind die Gegenvorschläge?

Für die Grünen meinte Reinhard Schreiber, man könne nicht „für die Energiewende sein und gleichzeitig gegen Windkraft, großflächige Fotovoltaik und Geothermie“. Wo seien denn Gegenvorschläge? Von „Dingern, die dastehen und nichts produzieren“, sprach Martin Keydel (FDP. Er spielte damit auf die Frage an, ob am Kreuzelberg wirklich genügend Wind herrscht. Abschließend gefragt ist am 24. Oktober der Gesamtgemeinderat.