Hospiz Arista Ettlingen in Ettlingen hält Palliativplätze für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe vor. | Foto: Archiv

Die Gründung einer gGmbH

Neuer Träger für das „Arista“ Ettlingen

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Das Hospiz- und Palliativzentrum  „Arista“ in Ettlingen wird ab 1. Januar einen neuen Träger haben. Mit der Gründung des „Hospiz- und Palliativnetzwerk Arista gemeinnützige GmbH“ wird zukunftsfähiges Planen auf eine breitere Basis gestellt. Das sagten die Vorstände und Geschäftsführer der Verbände und des Fördervereins von den beteiligten Organisationen im Hospiz „Arista“ in Ettlingen am Montagnachmittag. Mit dabei waren Pfarrer Wolfgang Stoll, Diakonisches Werk Karlsruhe, Dekan Martin Reppenhagen, Diakonisches Werk des Landkreises Karlsruhe, Hans-Gerd Köhler vom Caritasverband in Karlsruhe sowie die künftigen Geschäftsführer gekommen.

Hospizarbeit auf breiterer Basis

Martin Reppenhagen erklärte, dass das Zusammengehen der Organisationen aus Karlsruhe und Ettlingen nicht aus Not oder aus Sparnotwendigkeit erfolge. Es gehe vielmehr darum, so Köhler, dass Bedarfsermittlungen ergeben hätten, dass das immer wieder ins Gespräch gebrachte „zweite Hospiz“ in der Stadt Karlsruhe aktuell nicht erforderlich sei. Zudem, so Wolfgang Stoll, wollten mit  der neuen Gesellschaft die ökumenischen Partner in Stadt- und Landkreis „gemeinsam in die Zukunft gehen “. Reppenhagen  betonte, dass die Palliativarbeit ein ureigenes Thema der christlichen Verbände sei.

Palliativ-Plätze in Ettlingen aktuell ausreichend

Professor Dieter Daub vom an der gGmbH mitbeteiligten Förderverein Hospiz   „Arista“  des Landkreises und der Stadt Karlsruhe, begründete, weshalb das Ettlinger Hospiz  mit seinen 20 Palliativ-Plätzen so ein idealer Standort für die Region um Karlsruhe sei. Hier stehe die Bevölkerung unterstützend hinter der Einrichtung, wie man es sich nicht besser wünschen könne. An den Vertragsbedingungen für die Mitarbeiter werde sich in der neuen Gesellschaft nichts ändern, so die Teilnehmer der Pressekonferenz in einer Tischvorlage. Dies gelte ebenso für das ehrenamtliche Engagement, das unverändert bestehen bleiben solle, um die Arbeit von „Arista“ nachhaltig zu sichern.

Hospizwohnung wird aufgegeben

Es gehe darum, das umfassende hospizliche und palliative Angebot – dazu gehört das ambulante palliativ Care Team für Menschen, die in häuslicher Umgebung die letzten Tage ihres Lebens verbringen möchten – weiterhin bei Bedarf für Menschen im Landkreis und der Stadt Karlsruhe zur Verfügung zu stellen. Aufgegeben wird die in Karlsruhe bestehende bis zu vier Plätze zählende neue Hospizwohnung . Dies hat nicht zuletzt Gründe der Förderung. Hospize werden erst ab acht Plätzen gefördert.  Laut Helma Hofmeister, stellvertretende Geschäftsführerin der gGmbH,  wurden die Mitarbeiter offiziell in einer Versammlung informiert. „Für sie ändert sich nichts. Sie haben jetzt nur einen neuen Träger und waren in den Prozess eingebunden.“